Nach dem Jahrhundertsommer 2018 mit der Jahrhundertdürre 2019 und dem Corona-Sommer 2020 mit stets blauen Himmel, und unter anderem fehlender Außengastronomie, A-H-A-L-Regeln, Ausgangssperren, Alkoholverbot, Joggingverbot nach 21 Uhr, sonstiger Unlust und Kontaktbegrenzungen kehren wir hier im Westen Deutschlands zu unserer Regenroutine zurück. Wir hatten knapp eine Woche annehmbares Wetter mit zwei ganz schönen Abenden, die von vielen auch gut genutzt wurden. Nun aber, gestern Abend, das ultimative Sommer einläutende (oder besser gesagt: eindonnernde) Unwetter mit Starkregen, überlaufenden Kellern und Unterführungen, und, und, und...

 

 

 

Morgentlicher Nebel
Morgendlicher Nebel in Köln - Aachener Weiher
(Juni 2016)
... und dann, heute, wie bereits in all den  früheren Jahren
 
 

Und das sieht dann so aus, wie auf dem Bild vom Aachener Weiher 2016. Da brauche ich gar kein neues Bild zu machen. Da nehme ich doch einfach das alte.

 

Wenn wir Glück haben, bekommen wir kurz vor Sonnenuntergang noch ein bisschen Sonne ab, oder aber die Nacht wird wieder wolkenfrei und klar, wenn sich alles abkühlt und sich die Feuchtigkeit als Tau  niederschlägt.

 

Jedenfalls heute sieht es bei uns so aus, wie auf dem Bild, und nach dem Gewitter ist es auch feucht, wie in einer Waschküche, nur ohne die sommerliche Wärme.

 

"Für Mai ist es viel zu kalt!" Und die Meinung von Meteorologen ist, dass dies nur die Eisheiligen sind, die jetzt Europas Wetter bestimmen. Es ist aus Norden kalte Eismeerluft nach Deutschland, d.h. Süden eingeflossen. Es fließt seit Wochen kalte Meeresluft nach Westdeutschland ein, nur jetzt fließt sie auch bis nach Süden und macht auch vor der Österreichischen Grenze nicht halt. Und dessen ungeachtet, gibt es in Köln nach mehr als einer Woche mit deutlich mehr Niederschlägen, als die Wochen zuvor, wieder Sonne. Das hilft zwar nicht darüber hinweg, dass es ausgesprochen kalt ist, aber es macht es erträglicher.
Könnte es also sein, dass sich die jährlichen Temperaturperioden (Tieftemperatur, Übergang und Hochtemperatur) zeitlich auf Dauer verspäten oder ist dies subjektives Wetterempfinden? Jedenfalls kommt es mir vor, dass der Winter im Frühling kommt, dass der Frühling sich nach dem Sommer verschiebt und dass der Sommer weit über den Herbst hinaus geht und der Winter zu warm ist, keinen Schnee mehr bringt, Weihnachten ohne Glühweinkälte ist und eher als eine Übergangszeit daherkommt! Aber alles noch da ist, nur mit anderen Temperaturen und Wetterphänomenen.