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Ernest Miller Hemingway (July 21, 1899 – July 2, 1961)

Die Nick Adams Stories

Die Nick Adams Stories von Hemingway sind eigentlich nicht sehr aufregend, aber sie geben Einblicke in das amerikanische Leben eines Jungen und jungen Mannes, die für einen Nicht-Amerikaner sehr interessant sind. So zum Beispiel eine Geschichte, in der beschrieben wird, wie Wildhüter hinter Nick Adams her sind, weil er Forellen in einem Gebiet gefischt hat, das dem Staat gehört.

Er hat die Forellen an ein örtliches Hotel verkauft, was die Wildhüter nicht wissen oder nicht beachten, denn die Hotelbesitzerin scheint von der Sache unbehelligt und verhilft Nick zur Flucht. Denn wenn er aussagen müsste, dann müsste er auch sagen, wohin er die Fische gebracht hat. Das würde dann die Hotelbesitzerin in ernsthafte Schwierigkeiten bringen.

In einer Geschichte "Schreiben" behauptet Nick, dass das was er schreibt, nicht wirklich erlebt war. Vielmehr hat er schon erlebt, dass es sich später, so wie er es beschrieben hatte, dann doch noch zugetragen hat. Zum Beispiel ein Unfall. Er meint, die Wirklichkeit würde durch das Schreiben und Beschreiben fad und grau. Aber wenn er die Wirklichkeit "verdaut" hätte, dann würde sie eine gute Geschichte ergeben, die dann allerdings erfunden sei. Trotzdem sei das, was er schreibt, möglich. Also eine zweite Realität.

Die deutsche Übersetzung von den Nick Adams Stories hat mir allerdings stellenweise nicht gefallen. Ich konnte mir so, wie bei Gesprächen mit meinen amerikanischen Neffen, vorstellen, was gemeint war. Aber ich habe gemerkt, hier hat die Übersetzerin nicht das richtige Wort oder den passenden Ausdruck gefunden. Das ist aber nicht so tragisch, denn der Text ist sowieso meist in einem Jargon der Jugend verfasst und müssen folglich auch so übersetzt werden, da fallen solche Ausrutscher nicht so auf.

Dennoch, diese Geschichten müssen, um richtig wirken zu können, wohl im Original gelesen werden.