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Der Unmensch ist unter uns. Teil 2

Nachtrag zu meinem Artikel vom 7. Dezember 2011 : Der Unmensch ist unter uns!

Die Sprachanalyse ist heute, in Zeiten von rechten Populisten und nationalen Separatisten mehr den je interessant. Nicht nur das die "deutsch-alternative" Rhetorik, ebenso die Brexit-Rhetorik und die Trumtwitterei nehmen gerne starke Anlehnung an die Unmenschensprache der Vergangenheit. Die Unmenschen sind wieder unter uns und wir sind dessen gewahr. Wir erkennen sie an ihren Wörtern, besser und deutlicher als unsere Großeltern. Wir werden nicht naiv irgendwelchen Mördern und Gesindel unsere Demokratie in die Hände geben. Oder?

Was an Köln wirklich schön ist?

Nun, was soll das schon sein? Das Wetter kann es nicht sein, das steht so fest wie, nun ... der Dom. Und der ist es, der mit der Titelfrage gemeint ist, und das mit Recht! Dabei ist für mich nicht die Kirche in ihrer Funktion das hervorstechenste Merkmal. Kirchen gibt es viele und nicht wenige sind mindestens annähernd so schön wie der Kölner Dom. Kölner Altstadt von Deutz aus gesehen

Da muss man gar nicht weit gucken, denn St. Martin - auf dem Bild links - ist auch nicht zu unterschätzen, was seine Schönheit angeht und nur fußläufig vom Dom entfernt.

Aber auch der Aachener Dom ist auf seine Weise sehr schön, nicht weit von Köln entfernt, einzigartig sowieso und vor allem liebenswert für diejenigen Menschen, die ein Wahrzeichen in ihrer Stadt oder Region mögen. <an dieser Stelle werde ich noch ein eigenes Bild vom Aachener Dom einfügen, wenn ich es in meinem Fotoarchiv  gefunden habe> Und wie der Kölner Dom, so ist auch der Aachener Dom ein "Weltkulturerbe" der UNESCO, was für sich bereits die Bedeutung dieser beiden Gebäude zeigt.

Die Besonderheit in Köln ist jedoch die Art und Weise, wie sich die Gebäude dem Betrachter präsentieren. Von der rechten Rheinseite aus ist die gesamte Silhouette der mittelalterlichen Altstadt und der Wahrzeichen über den Rhein hinweg gut als Ensemble sichtbar. Die neu angelegten Rheinterassen zwischen der Deutzer Brücke (siehe Bild, unten) und der Hohenzollern Brücke sind, wie ein altes Amphitheater stufenförmig zum Rhein abfallend, schöne Plattformen, um die Stadt zu betrachten.

Deutzer Brücke

 

Bundesgerichtshof verneint Störerhaftung für passwortgesichertes WLAN

Wer weiß eigentlich, welchen Router-Typ er verwendet, ob dieser über die zur Zeit des Kaufes üblichen Zugangssicherungen verfügt und ob hierzu inzwischen bereits bestehende Sicherheitslücken in der Öffentlichkeit bekannt geworden sind?

Der BGH meint jedenfalls, es sei eine Pflicht jedes Internetanschluss-Besitzers, dies zu wissen und seinen Router, soweit es in seinen Möglichkeiten liegt, stets aktuell zu halten.

Dies bedeutet, dass im Falle, dass man ein Gerät kauft, das zum Zeitpunkt des Kaufes nicht über die aktuellen Sicherheits-Standards verfügt (Second-Hand-Geräte), man seiner Prüfungspflicht nicht ausreichend nachkommt.

[Bundesgerichtshof verneint Störerhaftung für passwortgesichertes WLAN - Urteil vom 24. November 2016 - I ZR 220/15 - WLAN-Schlüsse] Der unter anderem für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat hat sich im Zusammenhang mit der Haftung für Urheberrechtsverletzungen mit den Anforderungen an die Sicherung eines Internetanschlusses mit WLAN-Funktion befasst. Der Bundesgerichtshof nimmt an, dass jemand dann nicht als Störer (bei Urheberrechtsverletzungen) haftet, wenn er seine Prüfungspflichten nicht verletzt hat. Der Inhaber eines Internetanschlusses mit WLAN-Funktion ist nämlich zur Prüfung verpflichtet, ob der eingesetzte Router über die im Zeitpunkt seines Kaufs für den privaten Bereich marktüblichen Sicherungen, also einen aktuellen Verschlüsselungsstandard sowie ein individuelles, ausreichend langes und sicheres Passwort, verfügt.

Die Beibehaltung eines vom Hersteller voreingestellten WLAN-Passworts kann eine Verletzung der Prüfungspflicht darstellen, wenn es sich nicht um ein für jedes Gerät individuell, sondern für eine Mehrzahl von Geräten verwendetes Passwort handelt. Die Beklagte in dem oben bezeichneten Fall hatte durch Benennung des Routertyps und des Passworts sowie durch die Angabe, es habe sich um ein nur einmal vergebenes Passwort gehandelt, der ihr insoweit obliegenden sekundären Darlegungslast genügt.

Da der Standard WPA2 als hinreichend sicher anerkannt ist und es an Anhaltspunkten dafür fehlt, dass im Zeitpunkt des Kaufs der voreingestellte 16-stellige Zifferncode nicht marktüblichen Standards entsprach oder Dritte ihn entschlüsseln konnten, hat die Beklagte ihre Prüfungspflichten nicht verletzt. Sie haftet deshalb nicht als Störerin für die über ihren Internetanschluss von einem unbekannten Dritten begangenen Urheberrechtsverletzungen.

Eine bei dem Routertyp bestehende Sicherheitslücke ist in der Öffentlichkeit erst im Jahr 2014 bekannt geworden.

Vorinstanzen: AG Hamburg - Urteil vom 9. Januar 2015 - 36a C 40/14 und LG Hamburg - Urteil vom 29. September 2015 - 310 S 3/15 (Karlsruhe, den 24. November 2016)

 

Aliens

EichenBonsai

 

Meinem Eichen-Bonsai im Blumenkübel geht es gar nicht gut. Die Blätter werden von Aliens abgefressen, die noch dazu ziemlich gefräßig sind.Raupen Ob ich was dagegen tun soll, und wenn ja, was?

Jedenfalls Fotos habe ich mal zur Dokumentation gemacht und vertraue erst einmal auf die Selbstheilungskräfte der Natur.

Applepie (2)

Ich stelle mir hier die Frage, ob American Applepie zu den Hauptmahlzeiten zählt? Ist er ein Dessert oder ist er doch eher ein Kuchen? Wo sollte man ihn wohl einordnen. Der Pie kann grundsätzlich süß oder herzhaft sein. Der Applepie ist als sogenannter "Fruit Pie" eine süße Pie-Variante.

Weiterlesen: Applepie (2)

Der Unmensch ist unter uns

Eines der amüsantesten (und bei nächtlichem Nach-Denken dann deprimierendsten) Bücher des Jahres ist dieses Werk vielleicht nur für denjenigen, dem sich philologische und soziologische Interessen eng verbinden; eines der wichtigsten Bücher des Jahres, das jeder Schreiber – vom Romancier bis zum Werbetexter – immer griffbereit auf dem Schreibtisch haben sollte, ist es auf jeden Fall:

Dolf Sternberger, Gerhard Storz, W. E. Süskind: „Aus dem Wörterbuch des Unmenschen“, Claassen Verlag, Hamburg; 134 S., 7,80 DM.

 

So fängt der Artikel von Rudolf Walter Leonhardt in der Wochenzeitschrift "Die Zeit" vom 24.10.1957 mit dem Titel "Der Unmensch ist unter uns" an. Bemerkenswert ist die deutsche Sprache, welche der Autor verwendet. Interessant ist auch der Untertitel: Ein Wörterbuch, bei dem die Seitenzahl der wichtigste Anlaß zu einer Kritik ist.

Ich bin auf den Artikel gestoßen, als ich heute Morgen in meinem Blog das Wort "Gleichschaltung" verwenden wollte, dann aber mal in Wiki nach der richtigen Bedeutung des Wortes geschaut hatte und darüber auf die Thematik "Nazi-Terminologie" gekommen bin. In Wiki ist dabei Vieles zu lesen.

Aber dann bin ich zufällig über eine Google-Seite auf eine Buchbesprechung, nämlich "Sprache unterm Hakenkreuz" von Horst Dieter Schlossers gekommen, die in der Online-Zeitung "Die Welt" mit der Überschrift "Nazi-Sprache – Begriffe, die nicht "totzukriegen" sind" am 11. Jun. 2013, also heute, veröffentlicht worden ist. Gleiche Thematik, andere Quellen. Also irgendwie fesselt mich heute dieses Thema und ist in meinen Gedanken auch nicht "totzukriegen". Dabei muss ich noch arbeiten.

Aber ich denke, ich werde es demnächst lesen, vielleicht nur das Neue, aber vielleicht auch die beiden Älteren, die in dem Artikel genannt sind, weil sie ja viel näher an der Zeit waren, über die sie berichten. 

Als fundamentale Sprachkritiken über die Sprache des Nationalsozialismus sind die beiden älteren Bücher 1945/46 von Viktor Klemperers "LTI. Die unbewältigte Sprache" in Ostdeutschland und 1957 von Sternbergers/Storz/Süskinds "Wörterbuch des Unmenschen" in Westdeutschland erschienen. Letzteres habe ich in der Uni-Bibliothek gefunden, es ist aber gerade verliehen innocent

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Zum Nachtrag vom 30.07.2019