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Mittwoch, 1. Januar 2021

Mein erster Eintrag dieses Jahr

Dieses Jahr hat mal ganz blöd begonnen:

Ich habe auf meiner Grußkarte zu Weihnachten und zum Jahreswechsel Weihnachtskarte 2020 die Jahreszahl falsch geschrieben und habe damit meinen Lieben für das neue Jahr "2020" alles Gute gewünscht, anstatt für das Jahr 2021, das vor der Tür stand.

So ein Fehler passiert schon mal, wenn man alles redaktionell selber machen möchte. Und so ein Fehler fällt auch nicht jedem auf. Aber, kann man so einen Fehler später noch korrigieren?

Also ich finde nicht!

Zweimal eine Weihnachtskarte schicken?

Neh nee!

War‘s vielleicht ein freud'sches Versehen, dass mir das passiert war? Ganz nach dem Motto: Machen wir das Jahr 2020 einfach nochmal? Wahrscheinlich war es so!

Wir könnten einfach die Zeit um ein Jahr zurückdrehen, alles nochmals neu machen, alles besser machen?

 

Aber es gab doch auch Gutes.

ER ist nach vier Jahren im Amt bald nicht mehr da!

Ein Gewinn, zweifellos!

 

Also, dann bitte ich um Entschuldigung und wünsche an dieser Stelle allen nochmals ein gutes neues Jahr und diesmal für

 

2021

 

und alle folgenden Jahre gleich mit,

alles Gute, Glück, Gesundheit, Wohlbefinden, Erfolg, Wohlstand, Zufriedenheit

und

dass alle Eure guten Wünsche in Erfüllung gehen mögen.

 

Und? Gefällt Dir mein Bild? Ich habe das extra für das vergangene Weihnachten und für den Weihnachtsgruß 2020 ganz frei nach Paul Klee gemalt, nachdem ich vor lauter Corona-Lockdown-Kulturdefizit mir einen meiner Ausstellungskataloge aus einer früheren Klee-Ausstellung zu Gemüte geführt hatte ... Wenigstens stimmt die Jahresangabe dort bei meiner Signatur.

 

 

 
 

Freitag, 11. Dezember 2020

Erinnerung an eine deutsche Erfinderin

Vielleicht, weil es zuvor in Deutschland nicht üblich war, herausragende Leistungen von Frauen zu würdigen, hat sich das Deutsche Patent- und Markenamt mit seiner Kampagne „Patente Frauen“ auf die Fahne geschrieben, die Leistungen von Frauen auf dem Gebiet der technischen Erfindungen einer Öffentlichkeit näher zu bringen.

Vermutlich sollen anhand der Beispiele von Erfinderinnen, die auf der Website des Patentamtes gezeigt sind, junge Mädchen inspiriert werden, technische Berufe für ihre zukünftige Karriere in Betracht zu ziehen.

Auch wenn die Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamtes es damit sicher gut gemeint hatte und ein positiver Effekt bei jungen Frauen bei der Berufswahl dadurch einsetzen mag, erscheint mir das bisherige Bemühen um eine Darstellung weiblichen Erfinder:innengeistes mehr als halbherzig. Dagegen machte man mit der Erfindergalerie von (1984) im Stile einer Hall of Fame der deutschen Erfinder [ohne :innen] mit großformatigen Portraits derselben mehr als deutlich, dass patente Frauen dort nicht gern gesehen oder ausgestellt werden.

Auch wenn es sich bei der Erfindergalerie nur um die Inneneinrichtung der Galerie im Obergeschoss des Foyers im Patentamtsgebäude in München handelt, scheint man mit der Online-Offensive „Patente Frauen“ gar nicht auf die Idee gekommen zu sein, auch hier, sozusagen außervirtuell, Parität einziehen zu lassen.

Nicht ganz ersichtlich ist zudem, welche Kriterien an die Auswahl der Erfinderinnen bei der Online-Offensive „Patente Frauen“ gelegt wurden und ob die dort aufgeführten nun die Einzigen sind, über deren fortschrittliches Denken sich Besuchende freuen dürfen.

Beispiele für erfolgreiche Erfinderinnen gibt es zur Genüge und wenn sich das Deutsche Patent- und Markenamt auf seine Recherchemöglichkeiten besinnen würde, kämen noch viel mehr Beispiel von patenten Erfinderinnen zutage. Eine solche Erfinderin war auch Margarethe Caroline Eichler.

„Wer war denn das?“ werden nun viele denken. Und es stimmt. Margarethe Caroline Eichler hätte wirklich mehr Aufmerksamkeit in der deutschen Öffentlichkeit verdient. Dass sie in der Hall of Fame der Erfinderinnen fehlt, ist für mich ein Versäumnis, das mir überhaupt nicht verständlich ist.

Sie wurde 1808 geboren und hat nach Ausbildungen als Näherin und Tätigkeit als Krankenpflegerin die Bein-Prothese so wesentlich weiterentwickelt, dass Prothesen-Tragende damit ohne Krücken oder Stock gehen konnten.

Eichlers Buch aus einer US-Bibliothek Bosten

Eichler konstruierte 1832 eine Beinprothese mit Kniegelenk, für die sie am 23. November 1833 als erste Frau überhaupt in Preußen ein Patent erhielt. Weitere Patente erhielt sie für das Russische Reich und, am 13. Januar 1835, für das Königreich Bayern.

Eichlers Buch aus einer US-Bibliothek Bosten

In der damaligen Welt der Orthopäden rief ihre Erfindung Begeisterung hervor. Johann Friedrich Dieffenbach, Leiter der Chirurgie an der Berliner Charité, berichtet vom erfolgreichen Einsatz der Eichlerschen Fußprothese bei einem seiner Patienten und lobt die Konstruktion ausdrücklich.

Neben ihrer Tätigkeit als Erfinderin veröffentlichte sie Bücher und errichtete eine Manufaktur, in der sie die Prothesen fertigen ließ. Eichler firmierte als „Verfertigerin künstlicher Füße und Hände“ in Berlin. Eichler bewarb ihre Beinprothese in einer eigens herausgegebenen Schrift, worin sie nicht ohne Stolz verkündete, dass ihre Konstruktion bereits mit Erfolg eingesetzt worden sei.

Als wirtschaftlich unabhängige Unternehmerin und Erfinderin entsprach sie nicht dem gängigen Frauenbild jener Zeit in Europa. Es wird in einem Werk über Erfinderinnen behauptet, dass sie in zeitgenössischen Schriften als „Blaustrumpf“ bezeichnet wurde, was der Ausdruck für Frauen war, die öffentlich emanzipiert auftraten.

Nach dem Erfolg der Bein-Prothese entwickelte sie eine künstliche Hand und erhielt dafür am 24. November 1836 ein weiteres preußisches Patent. Dies war die erste brauchbare Eigenkraftprothese der oberen Extremität.

Beispiel für männliche Gewalt gegen Frauen

Vielleicht ist Margarethe Caroline Eichler vom Deutschen Patent- und Markenamt aber auch deshalb nicht in die Liste der Patenten Frauen aufgenommen worden, weil ihr Leben – oder besser gesagt ihr leider allzu früher Tod – ein mehr als unrühmliches Beispiel männlicher Gewalt gegen Frauen ist. Mit ihrer Ermordung wurde ihr die Gelegenheit genommen, weitere Erfindungen zu machen und vielleicht eine Anzahl an Patenten zu erreichen, die es hätten Wert erscheinen lassen, ihren Namen in die Erfindergalerie oder zumindest in die Liste der Patenten Frauen aufzunehmen.

Margarethe Caroline Eichler heiratete am 30. Oktober 1837 und ließ sich nach kurzer Zeit wieder scheiden. Am 6. September 1843 wurde sie von ihrem geschiedenen Mann in ihrer Wohnung mit einer zugespitzten Feile ermordet.

In einem Kriminalbericht sei festgestellt worden, dass Eichler nach ihrer Scheidung immer wieder von ihrem Mann um Geld erpresst worden war, und bei einem diesbezüglichen Treffen sei es zum Streit gekommen, der mit ihrer Ermordung endete. Sie wurde nur 35 Jahre alt.

Wie ihre Ermordung kriminalistisch untersucht wurde, zu welchen gerichtlichen Urteilen das führte und was mit ihren Patenten nach ihrem Tod passierte, ist vermutlich nicht mehr nachzuvollziehen. Ich werde aber in dieser Sache aktiv bleiben und versuchen mehr Informationen zu finden.

Dieser Artikel steht in Zusammenhang mit dem Artikel über Olympe de Gouges, die die Deklaration der Frauenrechte am 5. September 1791 veröffentlicht hatte, also 17 Jahre bevor Margarethe Caroline Eichler geboren wurde.

 

Mittwoch, 25. November 2020

Die fünfte Jahreszeit und der zweite Lock-Down

Vielleicht, weil es bereits viele Pandemien erlebt hat, jedenfalls mehr als jede andere deutsche und die meisten europäischen Städte, hat Köln es der Welt einmal mehr gezeigt, wie man mit den eigenen Bedürfnissen in Zeiten von Corona umgeht. Die fünfte Jahreszeit ist am Laufen, und keiner läuft mit. Als gäbe es Karneval überhaupt nicht. Was das an Tränen, unguten Gefühlen und schlaflosen Nächten bedeutet. Man weiß es nicht, vermutet aber sehr viel.

Köln ist auf dem Dashboard des Robert-Koch-Instituts nicht in der besten Lage. Es teilt die Zahlen, die bevölkerungsreiche Regionen und Städte haben. Mathematisch ist das aber auch nicht anders zu erwarten gewesen, ebenso wenig wie die ansteigenden Zahlen bei beginnender Kälte.

Der Sommer ist vorbei. Deshalb muss man aber nicht zusammenglucken, sondern kann auch trotzdem etwas draußen unternehmen. Ich mache es mir danach auch immer umso lieber gemütlich und arbeite beständig und fleißig in und an meiner Kanzlei. Es gibt nicht viel anderes, was ich in diesen Zeiten lieber täte. Ich möchte die Grundlage dafür bereiten, nach der Krise durchstarten zu können. Es ist spannend, diese Zeiten zu erleben und zu überleben, ohne dass man sich oder andere gefährdet. Deswegen will ich auch nicht zu denen gehören, die sich nicht zurücknehmen können, keine Einfälle haben, ihre Freizeit zu gestalten und dabei mal mit sich und seinem engsten Kreis, der Familie oder dem besten Freunden eine Aus-Zeit zu nehmen. 

Immer mehr Landkreise erreichen die 7-Tage-Inzidenz wieder Werte um die 100. Warum sollte man das an Weihnachten aufs Spiel setzen. Der Impfstoff beziehungsweise die Mittel zur Abschwächung der Erkrankung sind noch nicht soweit. Also bremsen und gedulden. 

Meine Güte! Wenn das vorbei ist - und es wird bald vorbei sein - dann geht es wieder unter Menschen und das Bad in der Menge wird jeder genießen können. Wir werden da weiter machen, wo wir gebremst haben. Es ist nichts kaputtgegangen. Keine Zerstörung der Infrastruktur oder Märkte, im Gegenteil, sie sind hungrig nach mehr und werden durchstarten. Ein neues Wirtschaftswunder wird einsetzen und wir sind dabei, wenn wir dabei sind.

Also tut alles,

dass ihr dabei seid,

dass diejenigen, die ihr liebt dabei sind und

dass die Vulnerablen darunter dabei sind.

Haltet euch noch zurück, bis ihr geimpft seid. Macht es den Kölnern nach und verzichtet notfalls auch auf das, was euch am liebsten ist.

Bleibt gesund!

 

 

 

Mittwoch, 11. November 2020

Die fünfte Jahreszeit oder "Viva Coro-ona"

Besser noch "Viva" in Zeiten von Corona. Tja also, "et wäre schön jewesen". Die Plätze der Stadt sind leer. Die Karnevalisten haben sich zurückgehalten. Die Feierlaune ist dahin. Die Straßen bleiben sauber. Die Grünanlagen bleiben unzerstört, ungedüngt, unbespiehen. Und selbst auf der Deutzer Brücke haben Tünnes und Schäl ausreichend Platz, sich dort zu einem Gespräch über die neue Situation zu treffen.

Tünnes zum Schäl: "Da is Kölle nu wie jäde Staadt, wie München etwa, oder wie Berlin!"

"Wie Berlin?" wiederholt der Schäl. "Dat kaan überhaup nit sinn."

"Aber warum denn Schäl?", fragt der Tünnes.

"Wir in Kölle haben doch unsre karnevalistischet Jefööhl." erwidert der Schäl.

"Aber dat sieht man doch nit", Tünnes schüttelt verzweifelt den Kopf.

"Doch, doch" meint der Schäl. "Wir hier, wir trajen Karnevalsmasken!"

"Aber dat sind keine Karnevalsmasken! Dat sin Mund-Nasen-Masken!" Tünnes vergeht langsam die Geduld.

"In Kölle hisse die Mund-Nasen-Masken seit de neueste Verordnung vom Rat "Alltagsmasken". Aber et is doch in der fünften Jahreszig "all Tags" Karneval. Also sin daat "All-tags"-masken vom Rat nun in der fünften Jahreszig "Karnevals"-masken!" meinte Schäl überlegen.

"Dat muss wohl so sin, Schäl," meint Tünnes. "Wejen dat karnevalistische Jefööhl!"

Tätä-tätä-tätä ...

 

 

Dienstag, 10. November 2020

CoVid-19 (SARS-CoV-2) und Co.

Neue Infektionsschutzmaßnahmen

Seit 2. November 2020 gelten bis 30.11.2020 neue besondere Regeln, die zur Eindämmung der Infektionszahlen mit dem Corona-Virus führen sollen. Seit Anfang September waren die Zahlen in permanenten ungebrochenen Aufwärtstrend. Um diesen zu durchbrechen, haben sich die Ministerpräsidenten und die Bundesregierung zu neuen Regeln durchgerungen, was Teil-Lock-Down genannte wird. 

In Köln gilt nun eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (Alltagsmaske) im öffentlichen Raum. Diese Regel besteht überall dort, wo sich viele Menschen begegnen und der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Jeder, der zu Fuß in Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen unterwegs ist, muss von 10 bis 22 Uhr eine Maske tragen.
Besucher von Patienten im Krankenhaus, Bewohnern von Alten- und Seniorenheimen oder Personen in ähnlichen Gemeinschaftseinrichtungen, die einer vulnerablen Gruppe angehören, müssen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, die die Einrichtung bei Bedarf zur Verfügung stellen muss. Auch auf Spielplätzen muss eine Alltagsmaske getragen werden. Mund und Nase müssen bedeckt und die Maske geeignet sein, die Atemluft zu bremsen. Nicht geeignet sind Kinnvisiere, Gesichtsschutzschilde und weitmaschige Textilien.

Die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) verfolgen weiterhin das Ziel, die Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern. Sie sollten durch gesamtgesellschaftliche Anstrengungen wie die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit ergänzt werden. Dadurch soll die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich gehalten und Zeit gewonnen werden, um weitere Vorbereitungen zu treffen, wie Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Gruppen, Behandlungskapazitäten in Kliniken zu erhöhen, Belastungsspitzen im Gesundheitssystem zu vermeiden und die Entwicklung antiviraler Medikamente und von Impfstoffen zu ermöglichen, um so die Belastung des Gesundheitswesens gering zu halten. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern, meint das RKI.

Die Auswirkungen dieser Anstrengungen werden frühestens Mitte November erkennbar werden.

Mich persönlich wundert es allerdings immernoch, dass Menschen nach dem Ende des ersten Lock-Down im Mai überhaupt denken konnten, dass sie sich wieder verhalten könnten, wie ohne CoVid-19. Ich hatte meine sozialen Kontakte auch während der Sommermonate weitgehend reduziert, habe weder im Gruppensport noch an Festen oder Feiern teilgenommen und habe ansonsten stets die A-H-A-Regeln eingehalten und Menschenansammlungen wie im ÖPNV, in Bahn und Buss gemieden. Wenn das mehr Menschen getan hätten, wo es möglich war, wäre ein neuerlicher Lock-Down jetzt vermutlich nicht in diesem Ausmaß notwendig geworden.

Wie schwer es war und immernoch ist, meine Mitmenschen von der Notwendigkeit des persönlichen Abstandhaltens zu überzeugen, ist mir allerdings auch oft im Kleinen deutlich geworden. Ich denke aber auch, dass die Menschen nicht durch die Regeln und Gesetze selbst dazu gebracht werden, sondern dadurch, dass man es vorlebt. Soziale Kontrolle oder vorbildmäßiges Verhalten kann aber auch nicht ohne Regeln fruchten. Und hier gilt besonders, die Guten, die Wissenden, die Gebildeten, die Prominenten, die Führenden, diejenigen, die sich einer Elite angehörig fühlen, alle diejenigen, die besser sein wollen, sollen ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und vorleben, wie Abstandhalten geht, und darüber sprechen.

 

Montag, 9. November 2020

Bundeskanzlerin gratuliert "US-President-elect" Joe Biden

In ihrer Morgen-Pressekonferenz gratulierte die Bundeskanzlerin heute zu Wochenbeginn dem designierten Präsidenten Joe R. Biden zur gewonnenen Wahl. Die Auszählungen sind zwar noch im Gange, aber die Medien haben bereits ausrechenen können, dass die verbleibenden Stimmen in den noch ausgezählten Wahlbezirken wohl nicht mehr reichen, dort die Mehrheit von Joe Biden zu kippen. Der Einzige, der das noch nicht wahr haben will, ist Präsident Trump selbst. Möglicherweise wird er immer einen Grund dafür brauchen, dass er unterlegen war, der nicht in seiner Person liegt. Ich bin gespannt, ob er einen anständigen Amtsübergang vollzieht, oder irgendwie das Handtuch schmeißt, alles von anderen erledigen lässt und sich seinen diesbezüglichen persönlichen Verpflichtungen entzieht. Ich meine, er ist der Typ dazu, Letzteres zu tun.

In ihrer Gratulation sagt die Bundeskanzlerin allerdings auch deutlich, dass sich für Deutschland nicht viel ändern wird und wir den Forderungen der USA nach mehr Übernahme von Kosten und Anstrengungen in Sachen Verteidigung nachkommen müssen. Nicht erwähnt hat sie dabei zweifellos das Handelsdefizit, das jede US-Regierung stört, und das sich in den letzten vier Jahren auch nicht wesentlich geändert hat.

Nun gut! Man will sich auf deutscher Seite anstrengen. Erwartet wird, dass sich der Ton und dadurch auch die Haltung in den Beziehungen ändern wird. Dadurch aber nicht ändern wird sich die Lage in der Welt und die Störungen seitens der altbekannten Autokraten und Nationalisten mit oder ohne Großmachtsambitionen. Es bleibt zu hoffen, dass die Abwahl von Trump in den USA einen Nachahmungseffekt in Ländern mit entsprechend ambitionierten Regierungen haben wird.

Was sich auch nicht ändern wird, ist die durch Trump und die letzten US-Wahlen erkennbar gewordene, faschistoide Neigung der US-Republikaner. Die Manipulation von Wahlbezirken, die Besetzung wichtiger Ämter mit Personen, die abwegige Minderheitenmeinungen vertreten, wird nur langsam zu Besserungen im Land führen. Es wird, wenn überhaupt, viele Jahre dauern, bis die USA wieder zu den Werten zurückfindet, für welche sie einst gegründet worden waren. Erst wenn die Politik und die Menschen in den USA wieder verinnerlicht haben, dass die USA durch diese Werte das geworden sind, was sie sind, und eine positive Dynamik weder durch Isolation in einen Schmollwinkel noch durch Absonderung mittels Zöllen oder Zäunen, oder durch Kündigung internationaler Vereinbarungen wieder gewonnen werden kann, wird sich die Situation in den USA und in der Welt zum Besseren hin verändern.

Dabei wird es aber helfen, wenn die Grundhaltung in Politik, Diplomatie und Wirtschaft eine positive ist, die sich guten Bemühungen und fortschrittlichem Streben in diesen Bereichen nicht in den Weg stellt, sondern sie fördert.

 

Sonntag, 8. November 2020

CoVid-19 (SARS-CoV-2) und Co. - Kann man eine Pandemie durch Zahlen verstehen?

Im Folgenden stelle ich eine Übersicht von Adressen bereit, welche über die statistischen Zahlen betreffend CoVid-19 in Deutschland, in der EU und weltweit Auskunft geben.

Quellen:
Robert-Koch-Institut (mit relativ geringer Aktualität, weswegen die Zahlen für Bayern, Baden Württemberg und Nordrhein-Westfalen aus den aktuelleren Veröffentlichungen der dortigen Ministerien für Gesundheit  entnommen sind).
European Centre for Disease Prevention and Control
Internetseite der Weltgesundheitsorganisation WHO
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

 

 

 

Samstag, 15. August 2020

Britzer Garten Bundesgartenschau 1985

Vom Halleschen Tor in der Gitschiner Straße 97 auf der Straße stadtauswärts über Neukölln und den Britzer Damm erreicht man irgendwann das Gelände der Bundesgartenschau von 1985 (BUGA 1985), das der Bevölkerung im Süden West-Berlins einen neuen Naherholungsort bieten sollte. Die Stadt Berlin hat das Gelände in einen Park umgewandelt, der stadtnahe sein sollte aber auch in seiner Ausgestaltung einen Hauch von Landluft mit sich bringen sollte.

Über den Park selbst schreibt die Betreiberin, die gemeinnützige privatrechtlich organisierte Grün Berlin GmbH, welche selbst erst seit 1996 in dieser Firmierung besteht und dessen alleiniger Gesellschafter das Land Berlin ist: "Seit seiner Eröffnung im Rahmen der Bundesgartenschau 1985 steht der mehrfach ausgezeichnete Britzer Garten für eine bunte Pflanzenvielfalt, Erholung und eine vielschichtige Verzahnung von Landschaft, Kunst und Architektur".

Wir sind zur Blütenausstellung gekommen, welche die Letzte im Jahr ist und zurzeit stattfindet. Andere haben Familienfeiern (vor allem die heute erfolgte Einschulung für das neue Schuljahr) gefeiert. Die Eingeschulten und deren Mütter und Väter sowie ganze Familien haben auf den weitläufigen Rasen unter schönen ausladenden Bäumen im Schatten den Nachmittag verbracht. Und, wieder andere haben ihren evangelikalen Gottesdienst mit Bongotrommeln und der halben Gemeinde aus Gegenden der Welt, in denen dunkle Hautfarbe überwiegt, unter freien Himmel zelebriert. Und während die einen ihr Hosianna frohlockt haben, gingen verschleierte Mütter mit ihren gerade eingeschulten Töchter vorbei, trugen ihnen die schönsten Zuckertüten, die es in Berlin zur Einschulung für die Kleinen zu kaufen gibt. Wenn das nicht funktionierendes Multikulti ist?!

Diese Bilder haben dann wieder gutgemacht, was die Menschen in der U-Bahn sozusagen in einem zerbrochen haben, die maskenmuffelig und völlig Corona-unkonform ohne oder nur mit halb aufgesetzter Maske durch die Gegend stiefelten und denen die Anderen egal waren.

Berlin! Das ist inzwischen in Teilen wirklich ein Pool von Menschen, die man sich nicht als Anschauungsvorbilder für seine Kinder wünscht. Das ist leider so! Und die Vielzahl, die man als wahrnehmender und empathischer Mitmensch inzwischen bewusst ignorieren muss, damit man selbst keinen psychischen Schaden davonträgt, ist für mich unerträglich geworden. Es ist irgendwie klar, dass Menschen, den es genauso geht, einfache Lösungen suchen und Bauernfängern in die Falle tappen, die diese anbieten. Aber etwas mehr Effizienz bei der Bewältigung des Armuts- und Verelendungsproblems in deutschen Großstädten darf in einem Land schon erwarten, in dem an anderer Stelle Organisation und gemeinschaftliche Ordnung schon einmal in einer Weise funktioniert haben, die in der ganzen Welt Beachtung gefunden hat. Ich frage mich, ob diese Fähigkeiten nicht auch einmal für etwas Gutes einsetzbar sein können. Ich frage mich, ob in einer Stadt, in der so viele Immobilienobjekte als unbenutzte Zweitwohnungen für Millionen von Euro gehalten werden, nicht auch Geld freisetzbar ist, das die Menschen aus prekären Lebensverhältnissen von der Straße, aus den U-Bahn-Tunneln und Bahnhöfen bringt, in ein Ambiente, in dem sie sich wohlfühlen und das menschenwürdig ist.

Oder muss es inzwischen so gehandhabt werden, dass öffentliche Parkanlagen, wie der Britzer Garten, umzäunt und von Sicherheitspersonal bewacht, mit einer Eintrittsgebühr bewehrt vor solchen Menschen "geschützt" werden muss. Müssen wir unsere Wohngebiete und Innenstädte nicht inzwischen genauso bewehren und mit einer Eintrittsgebühr vor Menschen schützen, die die Straße und die öffentlichen Plätze als Schlafplatz, Urinal und Toilette benutzen (müssen), weil keine adäquaten kostenfreien Lösungen zur Verfügung stehen? Kann das wirklich die Lösung sein? Oder sollten wir, wie vor 87 Jahren in Deutschland geschehen, diese Menschen hinter Mauern und Gittern vor der Gesellschaft verstecken?

Das Eine ist so extrem wie das Andere, und beides ist nicht wünschenswert. Es gibt Menschen, die haben heutzutage Arbeit. Sie werden dafür bezahlt, sich Gedanken darüber zu machen, wie Menschen in prekären Lebenssituationen geholfen werden kann, wie allgemeine und spezielle Lösungen aussehen können und wie diese praktisch umzusetzen sind. Es gibt Menschen, die haben Arbeit, nämlich eine solche, bei der diese Konzepte umgesetzt werden und tatkräftig dafür gesorgt wird, dass dergleichen soziale Hilfen angeboten und angenommen werden können. Und es gibt Menschen, die haben Arbeit, nämlich eine solche, bei der dafür Sorge getragen wird, dass die Finanzierung für diese Konzepte stimmt.

Wenn mir von Berlin Mitte bis Britzer Damm 25 bis 30 Personen begegnen, die ganz offensichtlich keine Teilhabe an sozialen Konzepten genießen können, ist mir klar, dass die ganze Hierarchie von Beteiligten im Sozialbetrieb der Stadt Berlin angefangen vom Regierenden Bürgermeister, über den Senator für Soziales und die Beamten in den Sozialstellen der Stadt, bis hin zu den Sozialarbeitern auf der Straße, aber auch die beteiligten Personen in der Legislative und Judikative, Abgeordnete wie Richter, Angestellte wie Justizbeamte, und nicht zuletzt die Beamten der Polizei das Gehalt, das sie bekommen, nicht verdienen! Und die Menschen, die Berliner, die achtlos an diesem Elend vorübergehen und sich bestenfalls über den Gestank in den Unterführungen oder in den Grünanlagen aufregen, anstatt sich aktiv über die Ursachen dieser Verhältnisse bei ihren zuständigen Amtsstellen, ihren zuständigen Stadtverordneten, Bürgermeistern und Abgeordneten zu beschweren, sollten sich zumindest schämen, denn auch ihr Wegsehen hat in Berlin Tradition!

Übrigens auch die Angestellten und Beamten der Dienststelle Berlin des Deutschen Patent- und Markenamtes und des Europäischen Patentamtes sollten sich schämen, dass sie es einfach zulassen, dass in den begrünten Rabatten auf der anderen Seite der Gitschiner Straße Menschen in prekären Lebensverhältnissen leben müssen. Unter den Büschen beziehungsweise unter der Hochbahn fristen diese dort ihr Leben mit allen dazugehörenden Bedürfnissen. Das war mir sofort aufgefallen, als ich das Bild oben gemacht habe.

Aber um eines auch gleich festzustellen: Vertreiben, ohne eine angemessene und vor allem bessere Alternative zu Verfügung zu stellen, ist keine Option!

 

Donnerstag, 1. August 2019

e-Scooter und Co.

 

Neue Dinge machen das Leben interessanter. E-Scooter, also Elektroroller sind seit Kurzem auf der Straße und überfluten die Fahrradwege, ob abgestellt oder in Betrieb.

Das ist nicht wirklich gut für die Fahrradfahrer, die jetzt ihren Verkehrsraum mit noch mehr Fahrzeugen teilen müssen. Und das ist auch nicht gut für die Autofahrer, weil sie jetzt mit schnell herannahenden Verkehrsteilnehmern rechnen müssen, die ebenso schlecht erkennbar sind, wie Fußgänger.

Wer aber die Einführung der Pedelecs, also der elektrischen Fahrräder erlebt hat, wird der Zukunft zuversichtlich entgegenblicken, denn die Leute, die diese Mittel zur Fortbewegung nutzen, bleiben nicht lange dabei. Das ist am Anfang eine Welle, die sich dann aber ziemlich schnell abschwächt, weil die Nachteile erkannt werden, wie zum Beispiel die Abrechnung am Monatsende oder die geringe Reichweite auf dem Fahrgerät.

Bei Elektrofahrrädern ist diese Welle inzwischen auch wieder verebbt. Ich sehe weniger e-Bike-Fahrer auf der Straße als noch vor einem Jahr. Woran das liegt, weiß ich nicht, aber vielleicht nutzen die e-Bike-Fahrer inzwischen wieder lieber ihr Auto, denn der PKW-Verkehr ist (jedenfalls im Strßenbereich, den ich nutze) ebenfalls nicht wesentlich durch e-Bikes entlastet worden.

Bei e-Bikes wird die Verleih-Infrastruktur erst langsam ausgebaut und die Nutzung bzw. die Anschaffung ist teuer, was den Zulauf an Nutzern bereits deutlich begrenzt. Bei Leih-e-Scootern werden die hohen Kosten erst nach ein paar Monaten realisiert werden. Dann nämlich, wenn die Transportkosten so hoch oder höher sein werden, als beim öffentlichen Personennahverkehr oder dem geliebten PKW. Diese hohen Kosten fallen an, ohne dass man auf den Geräten vor Wetter geschützt wäre oder die Sicherheit eines KFZ hätte.

Beim Fahrrad (ohne Hilfsmotor) ist die Kostenstruktur dann überschaubar, wenn ich mir das Gerät selbst kaufe. Im Verleih kostet das Fahrrad inzwischen auch pro Minute 3,3 ct. Bei einem e-Scooter zahle ich bereits beim Einloggen 1 € Startgebühr und dann einen Minutenpreis von 0,15 € bis 0,20 € für jede angefangene Minute bei einer Reichweite von 30-35 km. Das bedeutet, dass ich für eine Fahrt zur Arbeit 3,55 € bis 5,00 € zahlen müsste, wenn die Ampeln auf "Morgen"-Modus geschaltet sind und ich nirgends über die Straße komme, und ich also ca. 17-20 Minuten auf den 3,5 km unterwegs bin. Mit dem Leihfahrrad würde mich das immerhin noch 56 bis 66 ct kosten.


Das gute, alte, nicht-elektronische Fahrrad kostet mich auf derselben Strecke bei einem Anschaffungspreis von 900 € alle 10 Jahre (hier sind Reparatur und Wartung durch mich selbst bereits enthalten), und einer angenommenen Laufleistung von nur 7 km pro Tag auf dieser Strecke umgerechnet etwa 0,125 €. Also 12,5ct für eine Strecke von 3,5 km gegenüber günstigstenfalls 56 ct oder 3,55 € mit dem e-Scooter. Da muss ich nicht lange nachdenken, da bleibe ich bei Muskelkraft, was mich auch noch ein bisschen fit hält.

Aber aus Spaß, kann man mal mit einem E-Scooter fahren. Das macht nämlich wirklich Spaß, vor allem wenn es so heiß wie die letzten Wochen ist, dass man sich nicht bewegen mag und der Fahrtwind einem Erleichterung verschafft.

Was e-Scooter im Winter bei Schnee und Regen wohl machen werden??? Mein Fahrrad fährt auch bei -30°C oder wenn die Straßen im Schnee versinken, was ich auch schon dokumentiert habe. Wer also will auf das Fahrrad verzichten? Ich bleibe dabei. E-Scooter und E-Bikes sind Spielzeug und sollten auch rechtlich so behandelt werden. Richtig unabhängig und frei bin ich nur, wenn ich mich auf meine Muskelkraft verlassen kann, also mit dem nicht-elektronischen Fahrrad.

 

Sonntag, 2. Juni 2019

Bienchen und Co.

Auf dem Weg zum Forstbotanischen Garten bin ich mit dem Fahrrad an einem Feld vorbeigekommen. Es war groß und sah schon etwas nach "Monsanto-Wüste" aus. Nur waren noch Hecken und Sträucher am Rand der riesigen Ackerfläche übrig geblieben. Beeindruckend waren aber die Bienenhäuschen, die entlang der Wege "gepflanzt" waren. Sie hatten, wie auf dem Bild gezeigt, Schilder um, auf Bienenhausdenen stand dieser Spruch geschrieben, mit einer Beschreibung, für welche weiteren Insektenarten ein solches Häuschen ebenfalls Heim sein kann.

Bienenhaus
(Bild: eigen - 02.06.2019)

 

Dass in Nordrhein-Westfalen die Naturpflege sehr groß geschrieben wird, ist nicht nur an dieser Initiative zu erkennen. Die Versorgung von Bienen in den Städten ist ebenfalls eine Aufgabe, derer sich Menschen hier widmen.

Bienenhaus

Feld bei Köln
(Bild: eigen - 02.06.2019)

Nicht lange nach der Entdeckung der Wildbienenwohnungen konnte ich einem Schauspiel folgen, dass sich unmittelbar auf dem Mauritiuskirchplatz ereignet hatte, und zwar dem Ausschwärmen eines Bienenvolkes.

Die Bienen haben sich anschließend gesammelt und an einem Fahrradkorb aus Weidengeflecht gehängt. Daraufhin bin ich nach unten zum Ort des Geschehens gegangen und habe mir das Volk mal näher angeschaut.

Bienenschwarm

Weil sich niemand anderes darum gekümmert hat, habe ich kurzerhand die Notrufnummer der Feuerwehr 112 angerufen, weil ich dachte, dass die Feuerwehr hier zuständig wäre. War aber nicht so! Es gibt ganz offenbar einen amtlichen Imker, der in solchen Fällen tätig wird. Die 112-Stelle hat diesen dann aber freundlicherweise angerufen und nach einer Stunde war der Imker auch schon da.

Bienenschwarm am Fahrradkorb

Der Imker hat dann das ganze Bienenvolk mit einem Handfeger vorsichtig in eine Holzkiste gefegt, so dass die Königin in der Kiste war. Dann hat er die Kiste mit einem einschiebbaren Deckel bis auf einen Schlitz verschlossen und an Ort und Stelle stehen lassen. Anschließend hat er mehr als eine Stunde gewartet, dass die restlichen herumfliegenden Bienen in den Kasten gehen. Das haben sie auch zum größten Teil dann gemacht.

Danach hat er einen Imkerkollegen Bescheid gesagt, der das neue Bienenvolk dann abgeholt hat. Es ist wohl so, dass ein solches Volk, sollten es Zuchtbienen sein, dann erst einmal unter Quarantäne gestellt werden. Wenn es Wildbienen sind, werden Sie wohl in die Natur gebracht. Meine Mauritiusbienen waren aber wohl keine Wildbienen und bringen nun dem neuen Besitzer gute Einnahmen durch Honig.

 

Mittwoch, 22. Mai 2019

Kampfstern Schnecken-Galaktika

Alle Jahre wieder...

dasselbe Trauerspiel: Schnecken im Pflanzentopf. Das macht keinen Spaß und Schneckenkorn ist die unausweichliche Folge. In 19 Jahren sind von diesen Schnecken garantiert 1500 € in Form von Pflanzen zerstört worden. Es hat erst einmal gedauert, bis ich herausbekommen habe, dass es Schnecken sind, die hier wüten, und nicht unbeteiligte Käfer oder dergleichen. Sie fressen nicht nur Blätter, sondern verköstigen sich auch an den Wurzeln. Auf diese Weise sind über die Jahre schon ein Rhododendron, eine Rose, ein Buchsbaum, eine Thuja und Vieles mehr kaputt gegangen.

Paprikapflänzchen

Verheerung der Pflänzchen im Töpfchen
besonders oben links bis mittig
(Bild: eigen - 22.05.2019)

Warum auf meinem Balkon eine unbeherrschbare Schneckenplage wütet, stelle ich mir so vor:

Das Haus ist terrassenförmig gebaut und über meiner Wohnung befindet sich ein ungepflegter und verkrauteter Balkon, auf dem die Schnecken gedeihen und über den die Schecken nach unten gespült werden, wenn es zu stark regnet.

Denn Schnecken kriechen nach oben, wenn es regnet, an den Glasscheiben von Fenstern und Türen oder am Mauerwerk. Nach dem Regen kann man ihre Kriechspuren erkennen. Wenn es regnet, dann müssen sie an die Luft und unter den Platten, die auf Kies liegen, hervorkriechen. Sie werden dann vom Wasser über die Balkonkante gespült. Der Balkon oben überflutet nämlich regelmäßig, weil niemand die Abflüsse reinigt. Das Wasser läuft dann die Verkleidung hinunter und tropft auf meinen Balkon, eine widerliche Angelegenheit. Und so kann ich Schneckenkorn streuen, wie ich will, und trotzdem habe ich immer Schnecken.

Meinen jungen Paprikapflänzchen ist es an den Kragen gegangen. Ich war vier Tage nicht da und habe den Topf raus gestellt, damit er beregnet wird, falls es regnet. Das ist auch passiert, aber dann haben die Aliens, die auf meinem Balkon im zweiten Stock wüten, ihnen fast den Garaus gemacht. Ich habe drei Schnecken im Töpfchen  gefunden. 

 

Kannibalen-Schnecken

Kannibalenschnecke bei der neckischen Jagd
(Bild: eigen - 22.05.2019)

Eine dicke, große Kannibalenschnecke war noch dazu so gefräßig, dass sie sich gleich über die Kleine hermachen und sie fressen wollte, als ich sie auf die Fliesen gelegt hatte. Das habe ich dann doch verhindert. Kannibalismus in meinen Räumen, das geht dann doch zu weit. Trotzdem habe ich sie alle eliminiert. Kurz und schmerzlos.

Den Titel habe ich gewählt, weil es früher schon mal ein Angriff auf meine Pflanzen gab, nämlich auf meine Bonsai-Eiche. Die hat es aber überlebt, ohne dass ich eingreifen musste.

 

 

 

Sonntag, 12. Mai 2019

Wo der Rhododendron blüht

Im Kölner Forstbotanischen Garten ist Blütenzeit. 

Sein Areal ist ein etwa 25 Hektar groß und liegt im Süden der Stadt Köln. Er ist Teil des äußeren Kölner Grüngürtels. Der Forstbotanische Garten wird räumlich begrenzt durch das Autobahnkreuz Köln-Süd beziehungsweise die parallel verlaufende Friedrich-Ebert-Straße (L 92) mit anschließendem Golfplatzgelände, die Bonner Landstraße (L 166), die Straße Zum Forstbotanischen Garten (in der Verlängerung Industriestraße) und angrenzende Kleingartenanlagen (L 300).

Forstbotanischer Garten Köln

Forstbotanischer Garten Köln
(Bild: eigen - 12.05.2019)


Forstbotanischer Garten Köln am 12.05.2019

Forstbotanischer Garten Köln
(Bild: eigen - 12.05.2019)

Forstbotanischer Garten Köln am 12.05.2019

Forstbotanischer Garten Köln
(Bild: eigen - 12.05.2019)

Vor etwa einem Jahr, am 22. April 2018, war ich auch dort gewesen und habe Fotos gemacht. Einige von den Fotos sind weiter unten zu sehen.

 


Forstbotanischer Garten Köln
(Bild: eigen - 12.05.2019)

Aber nicht nur Rhododendron blüht dort. Eine Vielzahl von Blümchen schmeicheln jetzt im Mai unseren Sinnen, und nicht nur unseren. Hier waren auch eine Vielzahl von Maiglöckchen ...


Forstbotanischer Garten Köln
(Bild: eigen - 12.05.2019)

  Donnerstag, 31. Januar 2019

Wintereinbruch in Köln. Seit zwei Tagen schneit es nahezu ununterbrochen.

Die Straßen sind aber frei und die Temperaturen halten sich um die 0°C.

Winterwanderland

Winterwanderland
am Aachener Weiher in Köln
(Bild: eigen - 31. Januar 2019)

Winterwanderland 2

Winterwanderland 2
am Aachener Weiher in Köln
(Bild: eigen - 31. Januar 2019)

 
Winterwanderrad

Hier in Köln halten einen heute Massen an Schnee in Atem, die die letzten Tage hier vom Himmel gefallen sind. Köln versinkt im Weiß. Ich benutze trotz allem furchtlos mein Fahrrad auf den Wegen in der Stadt.

Solches Wetter ist für Köln etwas ganz Besonderes. Die Leute reden überall darüber, und dass es das letzte Mal vor 12, 15 oder 18 Jahren so viel Schnee gehabt haben soll.

Also fotografiert man sich vor winterlicher Landschaft, denn morgen ist es höchst wahrscheinlich schon wieder vorbei, wenn die Sonne rauskommt.

Nur gut, dass der Karneval dieses Jahr so spät liegt.