Freitag, 16. April 2021

Gute Aussichten

Corona schafft es, dass wir uns im Kreis drehen. Zwischen Bundespressekonferenz und Notverordnungen sowie den offiziellen Erklärungen dafür bleiben uns kaum noch Momente, in denen wir aufatmen können und uns auf etwas besinnen können, das uns neue Kraft gibt. Nachdem nun auch der Frühling auf sich warten lässt und ich sowieso nicht mehr überzeugt bin, dass in den Breitengraden von Köln das gedeiht, was ich mir gerne anbauen würde, lasse ich noch die Pflanzenkübel unbewachsen. Vielleicht kaufe ich später doch noch den einen oder anderen Setzling. Im Moment habe ich allerdings eine Futterstelle für Vögel eingerichtet und sie ist schnell von den Vögeln der Nachbarschaft angenommen worden.

Inzwischen kommen eine Menge Vögel. Sowohl Blaumeisen als auch Kohlmeisen, Eichelhere, Amseln, Rotkehlchen, diese alle als Pärchen und einige Einzelgänger kommen auch. Spatzen kommen nur sehr wenige und ganz selten.

Futtersilo aus Milchkarton

Rotkehlchen nach dem Aufnehmen von Futter (Bild: eigen)

Den Vögeln ist es egal, aus welchen Behältern sie ihr Futter entnehmen. Das Futtersilo aus Milchkarton ist ganz praktisch. Es fliegt dabei nicht viel Futter danebn, wenn sie picken und ringsumher bleibt es sauber.

Eichelher

 Eichelher nach dem Aufnehmen von Futter (Bild: eigen)

Festzustellen ist allerdings, dass die Vögel alle sehr nervös sind. Besonders die Amseln, die kein einziges Mal picken, ohne sich nach hinten zu vergewissern, dass sie nichts bedroht.

Amselmännchen

Amselmännchen nach dem Aufnehmen von Futter (Bild: eigen)

 

 

Donnerstag, 6. August 2020

Vom kleinen Gewächshaus zum großen Pflänzchen

Ja, es waren einmal kleine, keimblättrige Tomatenpflänzchen. Die haben sich inzwischen entwickelt.

Wie man in dem unten stehenden Artikel sieht, waren sie nicht sonderlich kräftig und sie sind im März noch 2 bis 3 cm hoch gewesen. Seitdem haben sie an Stärke zugelegt und sind inzwischen mannshoch, haben Stämme von der Dicke dreier Finger und sie blühen und treiben kleine Früchte. Doch im August? Wann soll ich denn die Tomaten essen? Im Moment sind sie jedenfalls noch grün.

Tomaten 

Das Ursprungsgebiet der Tomate ist Mittel- und Südamerika, wobei die Wildformen von Nordchile bis Venezuela verbreitet und beheimatet sind.[3] Die ursprüngliche Domestikation der Tomate ist nicht eindeutig geklärt: Es existieren die Peruanische Hypothese und die Mexikanische Hypothese.[4] Die größte Vielfalt der in Kultur befindlichen Formen ist in Mittelamerika zu finden. Dort wurden Tomaten von den Maya und anderen Völkern etwa 200 v. Chr. bis 700 n. Chr. als „Xītomatl“ (Nahuatl für Nabel des dicken Wassers) oder kurz „Tomatl“ (dickes Wasser)[5] kultiviert. Samen wurden bei Ausgrabungen südlich von Mexiko-Stadt in Höhlen im Tehuacán-Tal gefunden.

Die Tomate zählt in Europa aufgrund ihrer Einführung durch den Menschen zu den hemerochoren Pflanzen und aufgrund ihrer Einführung erst in der Neuzeit (vermutlich um 1500 durch Columbus)[6] zu den Neophyten. Allerdings kann die Tomate lediglich als temporärer Neophyt bezeichnet werden, da sie in Europa nur äußerst selten und vorübergehend in der freien Natur anzutreffen ist; im Wesentlichen wird sie kultiviert.

Tomaten auf dem Balkon

Die Tomate (Solanum lycopersicum), in Teilen von Österreich sowie in Südtirol auch Paradeiser (seltener Paradeisapfel oder Paradiesapfel)[1] genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Damit ist sie eng mit anderen Speisegewächsen wie der Kartoffel (Solanum tuberosum), der Paprika (Capsicum) und der Aubergine (Solanum melongena) verwandt, aber auch mit Pflanzen wie der Tollkirsche, der Alraune, der Engelstrompete, der Petunie oder dem Tabak (Nicotiana).

Lange als Liebesapfel oder Goldapfel (daher der italienische Name „pomodoro“) bezeichnet, erhielt sie ihren heute gebräuchlichen Namen „Tomate“ erst im 19. Jahrhundert. Dieser leitet sich von xītomatl ab, dem Wort für diese Frucht in der Aztekensprache Nahuatl. Umgangssprachlich wird vor allem die als Gemüse verwendete rote Frucht, die eine Beere ist, als Tomate bezeichnet. Ehemalige botanische Namen und Synonyme: Lycopersicon esculentum, Solanum esculentum oder Lycopersicon lycopersicum.

Die ersten Tomatenpflanzen gelangten sehr bald nach der Eroberung Mittel- und Südamerikas nach Europa. Sie wurden Anfang des 16. Jahrhunderts von dem Spanier Hernán Cortés nach der Eroberung Mexikos erstmals nach Spanien gebracht.[7] Sie wurde in Anlehnung an ihren aztekischen Namen als „tomate“ bezeichnet.[8]

Tomaten auf dem Balkon

Erste europäische Beschreibungen der Pflanze stammen aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, vor allem aus Italien. 1544 lieferte der Italiener Pietro Andrea Mattioli als einer der Ersten eine genauere Beschreibung. Er beschrieb die Tomate als gelbe Frucht und verglich sie mit der Melrose.[9] 1554 verfeinerte er seine erste Beschreibung, er berichtete von Varietäten mit roten Früchten und nannte erstmals einen italienischen Namen für die Tomate: „pomi d’oro“.[10] Im Jahr 1586 veröffentlichte Camerarius nach dem Tod Mattiolis eine überarbeitete Auflage, die unter anderem um einen Holzschnitt einer Tomatenpflanze erweitert wurde.

Spanische Besitztümer wie Sardinien oder Neapel spielten eine wichtige Rolle für die Ausbreitung der Tomate in das heutige Italien. Heimkehrende Kolonisten brachten die neuen Früchte wahrscheinlich in Form von Samen mit nach Spanien, und von dort erreichten sie Italien.[11] Die Geschichte der Tomate in Italien begann am 31. Oktober 1548, als der toskanische Großherzog Cosimo di Medici erstmals einen Korb voll Tomaten von seinem Landgut erhielt.[12]

Das in Leiden aufbewahrte Herbarium „En Tibi Herbarium“ von circa 1555 enthält einen Herbarbeleg für die älteste Tomate Europas. Auch die frühesten Herbarbelege von Aldrovandi und Oelinger gehen auf das 16. Jahrhundert zurück. Beide kultivierten Tomaten. Aus dem 16. Jahrhundert gibt es viele weitere Erwähnungen, unter anderem von Dodoens und Gessner. Letzterer erwähnte, dass Tomaten in Deutschland gut wachsen, früh reifen und dass die Früchte unterschiedliche Farben haben.

Im 16. und 17. Jahrhundert wurden Tomatenpflanzen als Raritäten in den Gärten der Oberschicht gepflanzt. Da sie selten waren, symbolisierten sie Wohlstand und beeindruckten Besucher.[13] In ganz Europa wurden Tomaten vorwiegend als Zierpflanzen genutzt, da man überzeugt war, dass deren Früchte nicht essbar oder sogar giftig seien.[14] Diese Haltung änderte sich im Laufe des 17. Jahrhunderts, als sich die Medizin weiterentwickelte.

 

 

 

Sonntag, 29. März 2020

Ein Gewächshaus zur Anzucht

Die Schalen, aus denen das Gewächshäuschen besteht, sind obenund unten identisch. Darin waren ursprünglich Champignons verpackt, die ich am Wochenende im Supermarkt gekauft hatte. Ich habe mit Absicht gleich zwei Schalen Champignons gekauft, damit ich baugleiche Schalen bekomme, die ich an ihrer oberen Abschlusswulst aufeinanderlegen kann. An dieser Wulst, wo sie aufeinander zu liegen kommen, kann ich die beiden Schalen beispielsweise mit Klammern zusammenhalten. Ein großer Gummi täte es auch, hatte ich aber nicht zur Hand. Gewächshaus

Gewächshaus
(Bild: eigen - 29.03.2020)

In der Nacht steigt die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus soweit an, dass das Wasser an den Blättern und den Wänden kondensiert. Morgens öffne ich dann die Schalen, damit die Pflänzchen an die frische Luft kommen. Erst wenn sie ganz trocken sind, schließe ich sie wieder, damit kein Moder oder Pilze entstehen.

Dass die Feuchtigkeit so hoch ist, kommt vom Angießen der Samen nach dem Einsähen. In der Anfangszeit, bis ich das Häusschen ganz offen lasse, brauche ich die Pflänzchen nicht zusätzlich zu befeuchten.

Es ist ganz interessant, dass von allen Samen, die ich eingesäht habe alle bis auf zwei ausgetrieben haben. Und diese zwei sind nicht aus ihren Samen herausgekommen, dass heißt sie konnten ihre Keimblätter nicht aus der Kapsel befreien. Nach einer Weile sind die Kapseln dann vom Stil gefallen, oder abgebrochen, und der Stil hat alleine ohne Keimblätter weiter getrieben.

Ich lasse die kleinen Krüppelstile jetzt mal stehen. Aber ich glaube mit dem Verlust der Spitze haben sie auch die Stammzellen für Ihr Blattgrün verloren und werden früher oder später verhungern, weil die Blätter die Energie erzeugen, die Sie zum weiteren Wachstum brauchen. Wenn ich mir aber anschaue, wie gierig die Keimblätter bei den Anderen gegen das Licht ausrichten, dann glaube ich zu verstehen, dass es einfach notwendig ist, dass sie jetzt soviel Energie tanken, wie es geht, damit sie die folgenden Blätter austreiben können. Denn auf Dünger oder dergleichen muss man noch gänzlich verzichten. Tomatenfeld

Erfolgsfaktoren, sagt Wikipedia, seien resistente und tolerante Sorten, ausgeglichene, kontinuierliche Nährstoffversorgung, viel Licht, ausreichend Wärme, gute Bodenstruktur bis etwa 50 cm Tiefe, bei Bodenkultur keine frische Kalkung, warme Böden (Temp. > 14 °C), möglichst frühe Ernte sowie eine gleichmäßige Bewässerung für gleichmäßiges Wachstum. Eine ungleichmäßige Bewässerung führt in Phasen mit niedrigem Wasserangebot zu einer Verhärtung der Schale, die dadurch in folgenden Phasen mit hohem Wasserangebot nicht mehr elastisch genug ist, um dem Wachstum der Frucht zu folgen. Die Folge ist ein vermehrtes Platzen der Tomaten. Neuere Forschungen haben ergeben, dass Tomaten, die mit verdünntem Meerwasser gezüchtet werden, bei geringerem Verbrauch an wertvollem Trinkwasser eine erhöhte Menge an wichtigen Nährstoffen enthalten.

Wenn ich mir anschaue, wie gierig die Pflänzchen nach dem Licht lechtzen, dann ist mir schon klar, wie wichtig diese Erste-Tage-Energie ist, damit es in dem Wachstum weitergehen kann.

Die kleinen Würzelchen dieser Sämlinge würden in zu Mineral haltigen Boden verbrennen. Deshalb ist Anzuchterde ja in der Regel sehr mild und ph-neutral. Erst später können die Pflänzchen mit Dünger aufgepeppt werden. Ich muss mal nachlesen, wann das der Fall ist.

 

Paprika

Paprika

Zwei kleine Paprika im Wohnzimmer
(Bild: eigen - 25.03.2020)

Die Stecklinge haben bereits Ansätze von zwei kleinen, gegenständigen, neuen Blättern. Das sind die ersten Blätter, die keine Keimblätter sind.

 

 

 

Tomaten am 29.3.2020

 

 

TomatenfeldTomatenfeld zoom

Tomatenfeld im Wohnzimmer
(Bild: eigen - 29.03.2020)

Die Stecklinge Köpfchen an Köpfchen, und sie schauen nach dem Licht.

 

 

Tomaten am 25.3.2020

 

 

Tomatenfeld im Wohnzimmer
(Bild: eigen - 25.03.2020)

Tag für Tag wachsen sie ein Stückchen mehr aus der Erde. Dabei haben zwei Stecklinge die Köpfchen verloren, weil die Samen sich nicht geöffnet hatten

 

 

Tomaten am 22.3.2020

 

Tomatenfeld

Tomatenfeld im Wohnzimmer
(Bild: eigen - 22.03.2020)

Die Anzucht macht wirklich Spass. Beim Essen einer Tomate ist mir aufgefallen, dass darin ja eine Menge Samen sind, die normalerweise im Verdauungstrakt verschwinden. Ich dachte, dass die eventuell auch gut für eine anzucht sein könnten. Und das hier ist das Ergebnis.

 

 

Traumlandschaften

 

Traumlandschaften

Traumlandschaften im Badischen
(Bild: eigen - 19.05.2019)

Beim Joggen im Badischen entdeckt. Die Wiesen und Waldstücke liegen da, wie die Landschaften alter niederländischer Maler. Wären da nicht die Hochspannungsleitungen im Hintergrund und die Hinweise auf die zuständige Notarzt im Vordergund.

 

 

Königswinter, davor und dahinter ...

oder vielleicht eher "vorne hui, hinten pfui".

Bahnhof Königswinter

Ich war Anfang April zwei Tage in Königswinter und war morgens mit der Bahn gefahren. Die Bimmelbahn RB27 brauchte bereits von Köln nach Königswinter ca. 43 Minuten. Und dann dort, mein Händi hat Verbindung 'E' (die Langsamste) ins Internet angezeigt und das mit dem teuersten Telekom-Tarif in Deutschlands Netz Nummer1!!!! (Bauch-halten-vor-lachen)

 

Königswinter ist 40 Km von Köln entfernt. Die Bahn braucht also zirka 1 Minute pro Kilometer oder 60 km/h Geschwindigkeit. Aus meiner Sicht sind das Geschwindigkeiten, wie sie vor 150 Jahren üblich waren, als die Bahn noch mit Kohle und die Bimmel per Hand funktionierten.

 

Sei's drum! Man könnte sich nun streiten, ob der Fortschritt auch im Kleinen gefordert werden sollte und die Gemeinden zwischen den Großstädten nicht günstiger an diese angebunden werden sollten, um so eventuell den Verkehrsinfarkt vor und den damit verbundenen Wohnungsmangel in den Städten zu bekämpfen. Denn wer von Wohnungsknappheit spricht, spricht auch von Landflucht, spricht auch von schlechter Internet-Anbindung auf dem Land (verantwortlich ist die Telekom) oder ebenso von unzulänglichen Verkehrsanbindungen (verantwortlich ist die DB Deutsche Bahn, et al.).

 

Dass in Deutschland seitens der Dienstleister nichts geht, wenn es nicht in einem leicht abzusahnenden Ballungsgebiet passiert, sieht man an diesen Beispielen der Bahn und der Telekom in allen Bundesländern. Die Verantwortlichen haben keine Visionen und der Verdacht liegt nahe, dass sie diese nie gehabt haben. Viel Geld ist den Managern der Staatsbetriebe Telekom und Bahn gezahlt worden. Und für was?

 

Wollte Altbundeskanzler Kohl bereits Internet für alle, ist dies heute fast 35 Jahre danach in Deutschland noch immer nicht verwirklicht, jedenfalls nicht von der Telekom auf dem Land und gemäß Stand der Technik.

 

Keine Firma, kein Freiberufler oder Selbständiger wird es in Kauf nehmen, dass sie oder ihre Homeoffice Mitarbeiter nicht über das Internet an die Firma angeschlossen sein können, die Auftraggeber nicht jederzeit über das Internet bedient werden können und das Angebot aus dem Internet nicht stets zur Verfügung steht. Heute ist dies auf dem Land jedenfalls nicht in annähernd adäquater Weise realisiert und damit hat das ländliche Idyll gegenüber den stadtnahen Gebieten als Standort verloren, mit den oben bereits angedeuteten Folgen.

 

Die Rhein-Promenade von Königswinter, die ja nun von Touristenschiffen angelaufen wird, welche Touristen bringen, die dann auch mit den Schiffen wieder fahren, und dazwischen schöne Umsätze in der Gemeinde tätigen, ist prima hergerichtet. Gedankt und geschuldet ist dies wohl den umsatzsteuerstarken Lokalen und Restaurants, die dort ansässig sind.

 

Ansonsten scheint Königswinter ein Städtchen zu sein, dass ganz "Autostadt" ist, so klein es auch ist (außer vielleicht an der Rhein-Promenade), und überhaupt nicht auf den Fremdenverkehr eingestellt, d.h. den wandernden Touristen, der mit der Bahn anreist. Unglücklicherweise war ich auf dem Weg vom Bahnhof zum Petersberg wegen der unzureichenden Ausschilderung für Wanderer oder Fußgänger auf die Hauptverkehrsstraße geraten, wo ich erst über eine Wahnsinnsbrückenkonstruktion gelangt war, die einem Autobahnzubringer gleicht und für Fußgänger nur einen schmalen, mit Radfahrern gemeinsam genutzten Weg auf einer Seite hinter dicken Leitplanken zur Verfügung stellt.

 

Um zum Berg zu wandern ist es nötig, erst die Bahngleise, dann die vierspurig ausgebaute Bundesstraße zu überwinden, um dann irgendwie in den Wald am Fuße des Petersberges zu kommen. Als ich endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte und stadtauswärts die ersten Gehöfte auftauchten, konnte ich nicht mehr von der Straße weg ins Grüne, weil eben diese Gehöfte sich kilometerweit hinter Mauern verschanzten und offenbar kein öffentlicher Weg zum Wald und zum Petersberg hinführten. Der Lärm der Autos und ihre Abgase begleiteten mich dann die gesamte Strecke, die ich bis zum Abzweig Petersberg gehen musste. Und es stank, nach Diesel- und Bezinabgasen und nicht zu knapp.

Petersberger Aussicht

 

Die alternative Strecke ist nicht nur nicht ausgeschildert, sie führt auch noch durch ein Industriegebiet zunächst entlang den Bahngleisen. Dort weisen Schilder auf der öffentlichen Straße dann auch noch den Fußgänger darauf hin, dass er dort wegen Anliefer- und Betriebsverkehr nicht gehen dürfe, wobei ich entlang der Straße nur stillgelegte Betriebe fand. Die nicht stillgelegte Firma xyz lag etwas weiter hinten und war kein Anrainer der Straße/des Wanderwegs zum Petersberg.

 

Erst als es in den Wald ging, nach der Unterführung der Bundesstraße, waren die Waldwege mit Wanderwegszeichen ausgestattet. Offenbar geht niemand in Königswinter davon aus, dass Wanderer den Rheinsteig nach Königswinter hin verlassen oder von Königswinter zum Rheinsteig wandern wollen.

 

Aber die Aussicht oben und die Möglichkeit im Biergarten zu pausieren, entschädigt dann ein wenig.

 

Das nächste Mal werde ich lieber von Röndorf aus zur Löwenburg hoch wandern. Das ist besser ausgeschildert. Aber dort gibt es keine Gastronomie und man muss sein Proviant selbst mitbringen.

 

 

 

Meinen Artikeln "Happy International Women's Day!" vom 08. März 2012 und "Melitta Bentz" vom 02. Juli 2018 folgend möchte ich mehr über Menschenrechte schreiben, deshalb mein provokanter Titel "Frauenrechte = Menschenrechte".

Es ist natürlich nicht richtig, dass Menschenrechte und Frauenrechte gleichzusetzen sind. Zum einen haben sich beide historisch nicht im selben Maße entwickelt. Auch sind die Ansätze unterschiedlich, da die Menschenrechte die grundlegenden Bedürfnisse des Menschseins bestimmen und die Frauenrechte bestimmen Rechte im Verhältnis zum anderen Geschlecht, das bis zum letzten Jahr "nur" das Männliche war. Seit 2018 gibt es zumindest in Deutschland ein drittes Geschlecht.

Die Frage, die sich damit stellt, ist die, ob Menschenrechte überhaupt vollständig verwirklicht sind, wenn eines der anderen Rechte, Frauenrechte, LGBTI-Rechte oder Kinderrechte nicht verwirklicht ist. Und als weitere Frage gesellt sich dazu, ob die Menschenrechte in einem Land überhaupt als verwirklicht angesehen werden können, wenn sie in einem anderen Land nicht verwirklicht sind, d.h, ob der Mensch einen universellen Auftrag oder eine universelle Pflicht hat, für die Verwirklichung der Menschenrechte an jedem Ort dieses Planeten Erde zu sorgen.

Wenn dem so wäre, dann könnten sich jedenfalls Regierungen und Verantwortliche eines Landes nicht mehr aus der Verantwortung stehlen, wenn Personen (juristische oder natürliche) ihres Landes in einem anderen Land zur Durchsetzung ihrer Interessen (gemeint sind etwa wirtschaftliche, religiöse, politische Interessen) dort die Menschenrechte verletzen, selbst dann nicht, wenn dies in diesen Ländern keinen Verstoß gegen dort geltendes Recht darstellen würde.

Die Menschenrechte haben fast überall auf der Welt eingang in nationale Gesetze gefunden. Obwohl die Menschenrechte universell sind, findet ihre Verwirklichung damit auf nationaler Ebene statt. Die Durchsetzung der Menschenrechte ist daher eine Angelegenheit nationaler Gesetze, Institutionen und Personen. Die Durchsetzung kann daher von Bedingungen abhängig gemacht werden, die diese Nationen selbst bestimmen, Missbrauch eingeschlossen.

 

Olympe de Gouges

Wie sich beispielsweise die Frauenrechte und die Menschenrechte unterschiedlich entwickelten, kann ein Beispiel der Anfänge zeigen, wobei die französische Revolution gemeint ist. In meinem Artikel über die Frauenrechte hatte ich das Beispiel von Olympe de Gouges angeführt. Sie schrieb noch in Haft an das Tribunal, "Unerschrocken, gerüstet mit den Waffen der Redlichkeit, trete ich euch entgegen und verlange von euch Rechenschaft über euer grausames Treiben, das sich gegen die wahren Stützen des Vaterlandes richtet. (…) Ist nicht in Artikel 11[3] der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte die Meinungs- und Pressefreiheit als kostbarstes Gut des Menschen verankert?"

Die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789[1] besagte konkret:

Art. X. Niemand soll wegen seiner Meinungen, selbst religiöser Art, beunruhigt werden, solange ihre Äußerung nicht die durch das Gesetz festgelegte öffentliche Ordnung stört.

Art. XI. Die freie Mitteilung der Gedanken und Meinungen ist eines der kostbarsten Menschenrechte. Jeder Bürger kann also frei schreiben, reden und drucken unter Vorbehalt der Verantwortlichkeit für den Mißbrauch dieser Freiheit in den durch das Gesetz bestimmten Fällen.

 

Auswirkungen

Während Artikel 11 der Bürgerrechte nie in Frage stand, war es doch ihre Veröffentlichung der Charta der Rechte der Frauen , die zur Verurteilung und Hinrichtung von Olympe de Gouges führte. Damit hat die männliche, französische Regierung ganz klar bestimmt, dass die Menschenrechte nicht für Frauen gelten sollten. Dies wurde insbesondere dadurch festgeschrieben, dass die Revolutionsbehörden mit einer Verfügung politische Vereinigungen von Frauen untersagten. Die Auswirkungen sind bis heute spürbar. Die französischen Bürgerrechte als revolutionäre Errungenschaften, die als Code Napoleon wesentliche Teile der (europäischen) Welt eroberten, konnten somit nicht die gleiche Entwicklung der Rechte für alle Menschen zur Verfügung stellen, was neben der Unterdrückung von Kindern und Frauen in den folgenden Jahrhunderten auch zu der langen Epoche der Sklavenwirtschaft und Kolonisierung führen konnte.

Und obwohl diese Erklärung inzwischen 230 Jahre alt ist, werden seine Artikel noch immer oder schon wieder den Bürgern vieler Länder vorenthalten, und oftmals nicht durch die Regierungen oder Institutionen der Länder selbst, sondern durch internationale Firmen wie Google, Facebook, Twitter und dergleichen. Aber auch nationale Regierungen sind fleißig am Werk, die Menschenrechte zu sabotieren. Eine Übersicht gibt der jährliche Human Rights Report des US-amerikanischen Bureau of Democracy, Human Rights and Labor der US-Regierung (sehr diplomatisch formuliert geschrieben, sicher nicht ganz neutral, aber doch sehr umfangreich undgefühlsmäßig gewissenhaft recherchiert). Eine weitere Quelle ist Human Rights Watch oder einfach die Veröffentlichungen des Auswärtigen Amts (sind noch verschlüsselter und diplomatischer formuliert als die des Human Rights Reports).

 

 

Das Deutsche Patent- und Markenamt hat wieder einmal "Melitta Bentz, Mutter des Filterkaffees" als Erfinderin des 19. Jahrhunderts hervorgehoben!

Es ist wahr. Und es ist nicht bestreitbar. Melitta Bentz ist auch noch aus heutiger Sicht eine herausragende Erfinderpersönlichkeit und hat durchaus einen Anspruch auf einen Platz in der Hall of Fame der deutschen Erfinder(innen) beim Deutschen Patent- und Markenamt. Nicht umsonst wird sie alle Jahre wieder aus der Versenkung geholt und vom Deutschen Patent- und Markenamt hochgelobt. Aber kommt ihr das Lob alleine zu.

Nun, die Beschreibung des Deutschen Patent- und Markenamtes auf seiner Homepage greift da doch historisch etwas zu kurz. Wie ich bereits in meinem Artikel über den Internationalen Frauentag geschrieben hatte, war Deutschland zwar gerade Ende des 19. und der Anfang des 20. Jahrhundert in vieler Hinsicht, aber vor allem auch bei den Frauenrechten sehr weit vorne. Danach aber bei Letzterem nie wieder.

Eine Erfinderin konnte damals in rechtlicher Hinsicht nichts ohne ihren Ehemann entscheiden oder bezüglich ihres geistigen Eigentums geschäftsmäßig handeln. So war der Schritt eine Erfindung beim damaligen Kaiserlichen Patentamt anzumelden auch für Melitta Bentz nicht ohne ihren Ehemann zu schaffen, und vermutlich ein Wagnis, was die Erfinderrechte betrifft.

So ist die Geschichte von Melitta Bentz heute vor allem eine Mahnung an die Welt, dass die Beschränkung von persönlichen Rechten stets eine Hemmung des Fortschrittes der Gesellschaft auf jedem Gebiet, auch der Technik, darstellt. Es ist ganz gleich, warum Menschen der Zugang zu Rechten verweigert wird, ob aufgrund des Geschlechtes, der Religion, der sozialen Umstände,  ... bis hin zur sexuellen Orientierung. Jede dieser Verweigerungen von Rechten stellt eine Einschränkung dar, die die betroffenen Menschen in Krisen führt, welche ihrem Weiterkommen, ihrer Neugier, ihrer Kreativität, etc. im Wege stehen.

Was wäre die Welt, und vor allem auch die Familie von Melitta Bentz, heute ärmer, wenn es ihr von ihrem Mann, oder von den durchweg männlichen Beamten des Kaiserlichen Patentamtes versagt worden wäre, den Kaffeefilter zum Patent anzumelden. Sicherlich wäre jemand anderes darauf gekommen, aber weiß man es. Jedenfalls war die Zeit Melittas Erfindung auch die Zeit, in der Ehemänner die von ihren Frauen geschriebenen Bücher unter eigener Autorenschaft veröffentlichten, ohne dass die Frauen den Ruhm oder die wirtschaftlichen Ergebnisse ihrer Erfolge ohne ihre Männer genießen konnten. Wie viele Erfindungen von Frauen mögen wohl auf diese Weise den Ehemännern zugeschrieben worden sein. 

Bedenkt man, wo wir jetzt erst sind, global gedacht, müsste einem die Gänsehaut den Rücken hochlaufen. In Deutschland haben Frauen erst in den 1960er Jahren rechtlich die volle Geschäftsfähigkeit erlangt. Noch immer ist der Zugang zu Bildung und Wissen von der sozialen Herkunft oder dem Geschlecht, beziehungsweise ähnlichen persönlichen und körperlichen oder wirtschaftlichen Merkmalen abhängig. Die Menschen nehmen es auch in Deutschland noch einfach hin, dass die Politik, und das ist in erster Linie die Sozial- und Bildungspolitik, es nicht geregelt bekommt, dass Kinder unabhängig von ihren Eltern, unbeschränkten Zugang zu Bildung, unbeschränkte Verpflegung während der Schul- und Ausbildungszeit und ausreichende Lernschutzzeiten haben.

Und wenn jetzt jemand meint, dass Erfolg nicht nur auf den sozialen Hintergrund zurückzuführen sei, dem sei entgegengehalten, dass damals die Firmengründung eine Einlage von nur 73 Pfennigen erforderte. Und heute?

Dass Melitta Bentz ihren persönlichen Erfolg aus ihrer Erfindung genießen konnte, war auch einem ebenso patenten Ehemann zuzuschreiben, der sich damals für die Rechte von Melitta eingesetzt hatte. Auch solchen Persönlichkeiten ist es zu verdanken, dass die Rechte der Frauen weiter entwickelt worden sind.

Wir dürfen es jedoch nicht bei den Rechten der Frauen belassen. Die Entwicklung der Gesellschaft steht damit doch erst am Anfang.

 

Genau ein Jahr ist es her, dass ich hier einen Artikel über den schlimmen Zustand der "Allee für Menschenrechte" im Kölner Park der Menschenrechte geschrieben habe.

Park der Menschenrechte Und heute, auf meinem Weg zur Arbeit, wird meine Aufmerksamkeit von Baustellenabsperrungen an der Universitätsstraße vor dem Park der Menschenrechte erregt. Es scheint sich etwas zu tun, in Köln. Und das ist schön. Ich habe sofort entschieden, nicht wie sonst den neuen Fahrradweg auf der Straße zu benutzen, sondern wie früher auf der Allee der Menschenrechte durch den Park zu fahren, um zu schauen, was sich hinter den Absperrungen tut.

Dabei hatte ich große Bedenken, dass nun die gesamte alte Allee für Menschenrechte wegsaniert würde. Recht auf soziale Sicherheit Und so ist es für mich kaum zu glauben, was ich sah. Sie ist neu entstanden, die Allee für Menschenrechte in Köln. Neuer Belag mit quadratischen Wegplatten erstreckt sich nun in schöner Wegeinfassung von einem Ende des Parks der Menschenrechte bis fast zur anderen. Vom Bouleplatz aus ist noch ein Stück alter Zustand vorhanden, jedoch wird der vermutlich auch bald fertig.

Zwischen den neuen, gleichmäßig und plangelegten, quadratischen Wegplatten, liegen sie noch, die rechtwinkligen Steintafeln mit den eingemeiselten Worten, welche die einzelnen Menschenrechte wiedergeben.Baustelle heute

Und, sie sind es tatsächlich! Es sind die alten, zerbrochenen Steintafeln, der ursprünglichen Allee für Menschenrechte, welche wieder in den neuen Weg eingelassen sind. Nur das "Recht auf Asyl" hat im vergangenen Jahr oder hier bei den Sanierungsarbeiten einen weiteren Sprung erhalten. Jetzt sind alle Steintafeln zwischen den neuen Wegplatten aufgenommen, und machen zwischen den einheitlichen und vor allem deutlich kleineren Wegplatten einen solitären Eindruck, wobei ihre Sprünge und Brüche einen seltsamen Charme von Patina zeigen. Recht auf Asyl

Nach dieser Kölschen Maßnahme der Wegesanierung, sind die alten, geschundenen Steintafeln der Menschenrechte nicht nur auf einem neuen Weg. Nein, sie wirken tatsächlich altehrwürdig, als wollte uns jemand damit  etwas sagen.

Schutz vor Diskriminierung

Und besonders erfreulich ist es, dass der "Schutz vor Diskriminierung" noch ganz heile ist ... wink 

(Dieser Artikel ist bereits durch den Artikel ergänzt. Es tut sich etwas in Köln. Und, das ist schön.)

Um die Menschenrechten steht es zurzeit nicht besonders gut. Es ist vielleicht nur Zufall, aber irgendwie scheint mir der Park der Menschenrechte in Köln Park der Menschenrechte - Kölnund besonders die Allee für Menschenrechte darin für deren Zustand kennzeichnend zu sein, denn ihnen geht es ähnlich schlecht.

Das Risiko der Klarheit einzugehen, das Risiko einzugehen, die Dinge zunächst einmal nur festzustellen, ist [...] das einzige Verhalten, das unsere Zukunft schützt, indem es sich der Gegenwart stellt1.

 

 

Viviane Forrester (1927- 2013) - französische Schriftstellerin und Literaturkritikerin

Zitate gefunden bei Wikiquote: https://de.wikiquote.org/wiki/Viviane_Forrester, bzw.

1 Der Terror der Ökonomie, Wilhelm Goldmann Verlag, München, 1998, S. 207, ISBN 3442127998. Deutsch von Tobias Scheffel

Ende der 1980ziger meinten viele Experten, dass die wirtschaftliche Existenz eines Unternehmens in Zukunft nur dann noch gesichert sei, wenn es im Internet präsent sein. Diese Meinung ging davon aus, dass Waren und Dienstleistungen zukünftig nahezu ausschließlich im Internet verglichen, ausgewählt und schließlich auch gekauft werden.

Inzwischen ist die Entwicklung weiter fortgeschritten. Unternehmen wie Kunden, aber auch alle übrigen, im Internet Aktiven, wie Behörden, Organisationen und Regierungen werden im Internet ausgespäht. Ihre Daten werden erfasst, gespeichert, ausgewertet und schließlich an andere interessierte Internetnutzer oder im Falle von nationalen Geheimdiensten Staaten zur Verfügung gestellt. Die Daten werden verkauft, getauscht, verschenkt. Und das alles im wesentlichen zum Nachteil und ohne Wissen der Betroffenen und ohne nachhaltige, vorteilhafte Wirkung für sie oder die Gesellschaft. Beispielsweise scheint das Sammeln von Daten durch Unternehmen, wie Google, Facebook und Co., weder vergütungs- noch steuerpflichtig zu sein, obschon mit dem Sammeln bereits ein Vermögensübertrag stattfindet, ein Mehrwert geschaffen wird.

Unternehmen steuern inzwischen ganze Fertigungsprozesseonline oder bieten ihre Dienstleistungen nur noch über das Internet an. Sie nehmen dabei in Kauf, dass Sicherheitsschwachstellen in der Online-Kommunikation zur Existenzfrage für das Unternehmen werden können. Welche Szenarien die Unternehmen und ihre Sicherheitsberater sich selbst vorstellen können und damit in ihre Planung einbeziehen können, hängt vom Stand der Technik und vom Stand der Ausbildung des Personals ab. Welche Szenarien aber in der Realität auf sie zukommen werden, ist eine Frage der Entwicklung der Technik und der Wahrscheinlichkeit, dass eine Sicherheitslücke durch den Abstand von Vorstellungskraft und tatsächlich Möglichem entsteht. Und die Wahrscheinlichkeit ist hoch in Anbetracht dessen, dass ein Teil der Entwicklung in der Technik stets unter Ausschluss der (Fach-)Öffentlichkeit in staatlichen oder privaten Laboren entwickelt und schließlich eingesetzt wird.

Gesundheit, Erfolg und Wohlstand werden in Zukunft davon abhängig sein, wie gut ein Staat, ein Unternehmen oder ein Mensch sich vor der Ausspähung seiner Daten schützen kann und dies auch tatsächlich realisiert. Dies beginnt beim eigenen Betriebssystem und der Verschlüsselung seiner Daten auf dem System als auch in seiner Kommunikation und endet nicht bei der Gestaltung der Infrastruktur und dem Schutze der Netze. Der Schutz der Netze und der Nutzer dieser Netze ist vor allem national sowie international durch die Gesetzgebung der einzelnen Staaten aber auch durch internationale Verträge zu regeln.

Alles, was wir derzeit an Missbrauch der Internet- und der Kommunikationsinfrastrukturen erfahren, ist höchst wahrscheinlich nur die Spitze eines Eisberges, der sehr viel tiefer geht. Umso wichtiger ist es, endlich anzufangen, diesen Eisberg abzuschmelzen. 

Laut Statistik des Bundeamtes für Migration und Flüchtlinge waren die Hauptherkunftsländer für 109.580 Flüchtlinge in 2013 bundesweit:

  1. Russische Föderation, 13,6 %, 14.887
  2. Syrien, Arabische Republik, 10,8 %, 11.851
  3. Serbien, 10,5 %, 11.459
  4. Afghanistan, 7,1 %, 7.735
  5. Mazedonien, 5,7 %, 6.208
  6. Iran, Islamische Republik, 4 %, 4.424
  7. Pakistan, 3,7 %, 4.101
  8. Irak, 3,6 %, 3.958
  9. Somalia, 3,5 %, 3.786
  10. Eritrea, 3.3 %, 3.616
  11. Sonstige, 34,2 %, 37.555

Die Flüchtlinge in Köln kommen nach Angaben der Stadt Köln überwiegend aus folgenden Ländern:

  • Ex-Jugoslawien (Serbien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Kosovo)
    Fluchtgründe:
    - unter anderem Diskriminierung und Ausgrenzung von Minderheiten, insbesondere von Roma-Angehörigen
    - gewalttätige Übergriffe
    - ungenügende Zugänge zur Gesundheitsversorgung und zum Bildungssystem
    - mangelhafte Existenzsicherung
  • Iran, Irak, Syrien, Afghanistan
    Fluchtgründe:
    - Bürgerkriege und bürgerkriegsähnliche Unruhen
    - unter anderem Verfolgungstatbestände wegen Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen politischer Überzeugungen
    - diverse Menschenrechtsverletzungen
  • Afrika (Ägypten, Eritrea, Algerien, Marokko, Ghana, Guinea, Nigeria, Somalia)
    Fluchtgründe:
    - unter anderem Verfolgungstatbestände wegen Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen politischer Überzeugungen
    - frauenspezifische Fluchtgründe
    - Bürgerkriege und bürgerkriegsähnliche Unruhen
  • Russische Föderation, Georgien, Armenien
    Fluchtgründe:
    - unter anderem politisch instabile Kaukasus-Region
    - bürgerkriegsähnliche Unruhen
    - Verfolgungstatbestände wegen Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen politischer Überzeugungen
    - massive Menschenrechtsverletzungen