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Gemüseanzucht

Sonntag, 29. März 2020

Ein Gewächshaus zur Anzucht

Die Schalen, aus denen das Gewächshäuschen besteht, sind obenund unten identisch. Darin waren ursprünglich Champignons verpackt, die ich am Wochenende im Supermarkt gekauft hatte. Ich habe mit Absicht gleich zwei Schalen Champignons gekauft, damit ich baugleiche Schalen bekomme, die ich an ihrer oberen Abschlusswulst aufeinanderlegen kann. An dieser Wulst, wo sie aufeinander zu liegen kommen, kann ich die beiden Schalen beispielsweise mit Klammern zusammenhalten. Ein großer Gummi täte es auch, hatte ich aber nicht zur Hand. Gewächshaus

Gewächshaus
(Bild: eigen - 29.03.2020)

In der Nacht steigt die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus soweit an, dass das Wasser an den Blättern und den Wänden kondensiert. Morgens öffne ich dann die Schalen, damit die Pflänzchen an die frische Luft kommen. Erst wenn sie ganz trocken sind, schließe ich sie wieder, damit kein Moder oder Pilze entstehen.

Dass die Feuchtigkeit so hoch ist, kommt vom Angießen der Samen nach dem Einsähen. In der Anfangszeit, bis ich das Häusschen ganz offen lasse, brauche ich die Pflänzchen nicht zusätzlich zu befeuchten.

Es ist ganz interessant, dass von allen Samen, die ich eingesäht habe alle bis auf zwei ausgetrieben haben. Und diese zwei sind nicht aus ihren Samen herausgekommen, dass heißt sie konnten ihre Keimblätter nicht aus der Kapsel befreien. Nach einer Weile sind die Kapseln dann vom Stil gefallen, oder abgebrochen, und der Stil hat alleine ohne Keimblätter weiter getrieben.

Ich lasse die kleinen Krüppelstile jetzt mal stehen. Aber ich glaube mit dem Verlust der Spitze haben sie auch die Stammzellen für Ihr Blattgrün verloren und werden früher oder später verhungern, weil die Blätter die Energie erzeugen, die Sie zum weiteren Wachstum brauchen. Wenn ich mir aber anschaue, wie gierig die Keimblätter bei den Anderen gegen das Licht ausrichten, dann glaube ich zu verstehen, dass es einfach notwendig ist, dass sie jetzt soviel Energie tanken, wie es geht, damit sie die folgenden Blätter austreiben können. Denn auf Dünger oder dergleichen muss man noch gänzlich verzichten. Tomatenfeld

Erfolgsfaktoren, sagt Wikipedia, seien resistente und tolerante Sorten, ausgeglichene, kontinuierliche Nährstoffversorgung, viel Licht, ausreichend Wärme, gute Bodenstruktur bis etwa 50 cm Tiefe, bei Bodenkultur keine frische Kalkung, warme Böden (Temp. > 14 °C), möglichst frühe Ernte sowie eine gleichmäßige Bewässerung für gleichmäßiges Wachstum. Eine ungleichmäßige Bewässerung führt in Phasen mit niedrigem Wasserangebot zu einer Verhärtung der Schale, die dadurch in folgenden Phasen mit hohem Wasserangebot nicht mehr elastisch genug ist, um dem Wachstum der Frucht zu folgen. Die Folge ist ein vermehrtes Platzen der Tomaten. Neuere Forschungen haben ergeben, dass Tomaten, die mit verdünntem Meerwasser gezüchtet werden, bei geringerem Verbrauch an wertvollem Trinkwasser eine erhöhte Menge an wichtigen Nährstoffen enthalten.

Wenn ich mir anschaue, wie gierig die Pflänzchen nach dem Licht lechtzen, dann ist mir schon klar, wie wichtig diese Erste-Tage-Energie ist, damit es in dem Wachstum weitergehen kann.

Die kleinen Würzelchen dieser Sämlinge würden in zu Mineral haltigen Boden verbrennen. Deshalb ist Anzuchterde ja in der Regel sehr mild und ph-neutral. Erst später können die Pflänzchen mit Dünger aufgepeppt werden. Ich muss mal nachlesen, wann das der Fall ist.

 

Paprika

Paprika

Zwei kleine Paprika im Wohnzimmer
(Bild: eigen - 25.03.2020)

Die Stecklinge haben bereits Ansätze von zwei kleinen, gegenständigen, neuen Blättern. Das sind die ersten Blätter, die keine Keimblätter sind.