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Todesstrafe

Nachtrag zu meinen früheren Artikeln über die Todesstrafe

Der steigende Trend aus den Vorjahren mündete im Jahr 2015 in der höchsten Zahl vollzogener Todesstrafen seit 1989. Anmesty International berichtet in seinem Bericht die dramatische Entwicklung.1

Amnesty International stellte im Vergleich zum Jahr 2014 weltweit (ohne China) ein Wachstum an Hinrichtungen von dramatischen 54% fest. Es sind 1634 Menschen aufgrund einer gegen sie verhängten, gesetzlichen Todesstrafe hingerichtet worden. Das sind 573 Hinrichtungen mehr als im Jahr 2014 registriert.

Und noch immer gibt es Menschen in Deutschland, die in solchen Ländern Urlaub machen, in denen die Todesstrafe entweder existiert, nur ausgesetzt ist oder sogar vollzogen wird. Um es ganz klar zu sagen, wer in solchen Ländern Urlaub macht, unterwirft sich wissentlich dessen Gesetze und befürwortet somit die Todesstrafe. Er stimmt quasi mit den Füssen ab, oder weil er ja die meiste Zeit seiner Reise sitzt, mit seinem Arsch. Und nur so ist es zu verstehen, dass überhaupt jemand dorthin reist. Denn mit dem Kopf kann eine solche Entscheidung sicherlich nicht getroffen worden sein.

Wer nicht weiß, welche Gesetzeslage in dem Land herrscht, das er bereisen möchte, sollte sich informieren.2

Wer dort zum Beispiel liest, 

"Homosexualität und außerehelicher Geschlechtsverkehr sowie der Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit sind verboten und werden bei Anzeige auch strafrechtlich geahndet. Sexuelle Übergriffe und Nötigung sowie Vergewaltigung werden ebenfalls strafrechtlich geahndet. Wegen des Verbots außerehelichen Geschlechtsverkehrs waren in Einzelfällen auch die (weiblichen) Opfer solcher Straftaten strafrechtlicher Verfolgung ausgesetzt. Außereheliche Schwangerschaften können bei Bekanntwerden (z.B. einem Arztbesuch) oder Anzeige ebenfalls zu strafrechtlicher Verfolgung führen. Ledige Schwangere, auch wenn sie kurz vor der Eheschließung stehen, sollten sich vor einer Reise dieser Risiken bewusst sein. In Deutschland unbedenkliche Äußerungen zu Religionsfragen können als Beleidigung des Islam oder des Propheten strafrechtlich verfolgt und mit Geld-, evtl. sogar Freiheitsstrafen geahndet werden. Es gilt zudem ein Verbot der Missionierung und Bekehrung von Muslimen.3 "

dem muss klar sein, dass diese strafrechtlichen "Gründe" auch sehr schnell herbeigeführt bzw. willkürlich konstruiert werden können, was auch häufig genug berichtet worden war, wenn Frauen wegen außerehelichen Geschlechtsverkehr, z.B. auf Anzeige ihres eigenen Mannes hin, mit der Steinigung bestraft worden waren.

Es stellt sich nicht nur die Frage, ob man sich selbst in die Gefahr begibt, davon - vielleicht zufällig - betroffen zu werden, sondern auch die, ob man ein solches "Unrechtssystem" mit seinem Urlaubsgeld unterstützen möchte.

 

 

 1↑: Amnesty International - Jahresbericht 2015 zur Todesstrafe (EN)

2↑: Länderinformationen des Auswärtigen Amts über die Vereinigten Arabischen Emirate

3↑: Länderinformation des Auswärtigen Amts zu strafrechtlichen Besonderheiten - Hier als Beispiel: Vereinigte Arabische Emirate (VAE)

Todesstrafe

Nachtrag zu meinen Artikel über die Todesstrafe

Zahlen für 2013

Die Neueste Züricher Zeitung hat am 27.3.2014 einen Artikel veröffentlicht, welcher im Folgenden zu finden ist "Zahl der Hinrichtungen weltweit angestiegen"

Gefunden habe ich den Artikel erst am 8.3.2015. Danach kamen laut Amnesty International 2013 weltweit 778 Exekutionen vor. Die Anzahl der neu verhängten Todesstrafen hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen und wurde gegen 1925 Personen verhängt. Nicht mitgerechnet sind Hinrichtungen in China und Vietnam, die dort als Staatsgeheimnis behandelt werden.

 

Farben, Farben und nochmals Farben

In einer Stadt (wie Köln) bei 50.85°N, 7.10°E, in welcher 6 Monate lang fast keine Farben in der Natur zu sehen sind, sollten die Herbst- und Wintermoden sowie die Straßen und Häuser bunter sein!

Interessante Sichtweise

Kurt Tucholsky


Der Andere
Für wen bin ich eigentlich unglücklich? Für wen verpasse ich alle Gelegenheiten, alle großen Lose, alle günstigen Zuganschlüsse? Wenn es eine Wahrscheinlichkeitsrechnung gibt, dann muß doch auch eine andre Seite dasein; ich werfe die schwarzen Scheiben, gut, aber einer muß doch dann auch die weißen werfen ... »Unter 2786 Würfen sind nur 2 ...« Ich bin unter den 2784 – die helfe ich auffüllen, Komparse fremden Glücks, Hintergrund glatter Aktschlüsse des andern. Muß der ein Glück haben –!


Wir sind, denke ich, miteinander verbunden wie die Figuren an den alten Wetterhäuschen: wir stehn auf einem drehbaren Brettchen, und wenn ich ins Haus zurücktrete, tritt er hinaus ... Immer ist er draußen, das Luder. In den letzten Jahren, zum Beispiel, wohnt er stets auf der Sonnenseite, hat von morgens elf Uhr bis abends sechs Uhr Sonne in seinem Arbeitszimmer; er arbeitet in der äußersten Stille, manchmal macht er Krach, läßt das Grammophon laufen, liest sich laut etwas von Edschmid vor, spült sich dann den Mund aus ... nur um etwas Leben in die Bude zu bringen. Wenn er einen Untergrundbahnhof betritt, zischt, kaum hat man sein Billett geknipst, der Zug herein, den er benötigt – keine Sekunde wartet er. Die Damen fliegen ihm zu, und, worum ich ihn besonders beneide, sie fliegen auch wieder davon; wenn er sich Geld wünscht, bekommt er es nicht in drei Monaten, wo es ihm nichts mehr nützt, sondern er hat es dann, wenn er es braucht; seine Verleger tun
etwas für seine Bücher – daß dem Kerl nicht ganz unheimlich wird! So viel Glück hat er in den letzten Jahren.


Ich bin es, der es ihm gibt. Er hat es nur durch mich. Damit die göttliche Wahrscheinlichkeitsrechnung aufgehe, verpasse ich die Züge, die er erwischt; horche ich den Lärm auf, um den er herumwohnt; gewähren sich mir plappernde und bunte Frauen und versagen sich zur Unzeit – wie kann man so undelikat sein, dergleichen aufzuschreiben; für mich geht alles schief, damit es ihm gerade gehe. Bedankt er sich –?


Weiß er überhaupt etwas von meiner Existenz? von meiner unendlichen Arbeit, mit der ich ihm das Unglück abnehme und mir aufbuckle? Ahnt er denn, daß ich ihm Hilfsstellung leiste, daß ich die punktierte Linie bin, mit der man in der Quarta geometrische Sätze bewies, nachher wurde sie wieder wegradiert, und siegreich stand der Pythagoras da? Weiß er das?


Er geht herum, dieser Großprotz, und sagt: »Mein Instinkt, müssen Sie wissen ...« Du Affe. Du Prahlhans. Du Luftballon des Glücks. Ich trage dich, ich stütze dich, ich ermögliche dich – ohne mich wärst du nicht da, ohne mich wärst du eine Null, ein Krümel, hör doch! Meine Stimme dringt aus einem tiefen Brunnenschacht; tief unten, wo der vom Fremdenführer geworfene angezündete Fidibus verlöscht, hocke ich, rufe dumpf herauf, aber der Hall dringt zu keinem Glücklichen.

Eine weitere Geschichte

Gemeinfreie Literatur

Im Internet gibt es eine Menge von gemeinfreier Literatur. Das sind Werke, beispielsweise Originalwerke oder Übersetzungen, für die inzwischen bereits die Urheberrechte abgelaufen sind.

Die Urheberrechte beginnen mit Entstehung des Werkes, also Originalwerke oder der Übersetzungen, aber enden in den verschiedenen Ländern zu ganz unterschiedlichen Zeiten. Das ist nicht ganz einfach zu verifizieren. Grundsätzlich kann für Deutschland, Österreich und die Schweiz gesagt werden, dass die Urheberrechte für literarische Werke 70 Jahren nach dem Tode des Autors enden. In der Regel sind auch alle Werke von Autoren, die vor 1943 verstorben sind, gemeinfrei. Bei Werken von unbekannten Autoren ist das entwas anders, dann 70 Jahre nach Veröffentlichung des Werkes.

Im Gegensatz zum Urheberrecht in Deutschland musste das Copyright bis 1989 in den USA explizit angemeldet werden (US Copyright Act 1909, Chapter 1 Sec. 11) und erlosch 75 Jahre nach der Eintragung in das zentrale Copyright-Verzeichnis. Inzwischen gilt in den USA für neue Werke ein Schutz bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers bzw. 95 Jahre für Firmen. Eine Anmeldung des Copyrights ist für den Erwerb des Rechts nach aktueller Gesetzeslage nicht erforderlich.

Wichtig ist zu wissen, dass die Urheberrechte von Original und Übersetzung zu verschiedenen Zeitpunkten enden, denn der Übersetzer hat auch ein Urheberrecht an seiner Übersetzung, die naturgemäß nach dem Originalwerk angefertig und veröffentlicht wird. Dasselbe gilt für Hörbücher und deren Urhebern.

Nicht ganz klar ist, wenn ein Werk in den USA vor 1989 entstanden ist und nicht angemeldet worden war, also in den USA gemeinfrei war und von einem deutschen Benutzer von einem australischen Server (in englischer Sprache) heruntergelanden worden ist, ob dann das Werk ebenfalls frei von Urheberrechten ist. Aber da kommt es vielleicht noch darauf an, in welchem Land der deutsche Benutzer das Werk auf sein Gerät herunterlädt. Alles ziemlich verwirrend und die Urheberrechtsnovellen der letzten Jahren haben nicht viel dazu beigetragen, solche Sachverhalte für den Benutzer durchschaubarer zu machen, im Gegenteil. Das heißt, am Besten schaut man in Wikipedia nach, ob der Autor oder sein Übersetzer bereits über 70 Jahre tot sind. Wenn ja, ist man auf der sicheren Seite.

Frei sind in jedem Falle Goethes und Schillers Werke, bspw. Faust, aber auch so wichtige Autoren wie Theodor Fontane, E. Marlitt, Theodor Storm, bspw. Der Schimmelreiter (hier als Hörbuchaufnahme von Felix, der auf seine Rechte am vorgelesenen Werk verzichtet hat, zum Herunterladen mit Klick auf "Download" ) - Hörbuch von Librivox.org.

Freie Literatur findet man u.a. in den Projekten Gutenberg und meist ist zu den Werken angezeigt, wann der Autor verstorben ist und wo die Werke frei sind. Meistens wird das in den USA sein, da viele Werke dort überhaupt nicht angeboten und somit angemeldet worden waren. Einige der Projekte arbeiten auf der Basis einer Bibliothek andere bieten das self-publishing an, wo man sich Texte frei herunterladen und/oder als ebook umwandeln kann. Solche Projekte sind

Project Gutenberg Australia

Gutenberg.org (ebooks zum download) - deutsche Hauptseite

 

Ein deutsches Gutenberg-Projekt wird von Spiegel-online betrieben, welches für das Lesen im Browser und online gut geeignet ist. Typisch deutsch können die Texte dort allerdings nicht heruntergeladen werden und der Verlag hat sich darüber hinaus die Urheberrechte an der Datenbank gesichert, welche durch Freiwillige erstellt und erweitert wird. Die einzelnen Werke bleiben aber an sich gemeinfrei und können auch dort einzeln kopiert werden, was aber ein mühseliges Unterfangen ist, weil man jedes Kapitel gesondert aufrufen und kopieren müsste. Das machen die anderen genannten Anbieter nicht so dramatisch und es gibt auch dort viel deutschsprachige Literatur. Schön, dass man sich sein Gutenberg-Projekt selbst wählen kann.

Für das Herstellen von ebooks auf dem eigenen Rechner gibt es eine Menge freier Software, die in der Regel beliebige Texte in jedes ebook-Format umwandeln können.

Das ebook kann dann frei auf deinem Smartphone oder Tablet gelesen werden, oder du kannst es deinen Freunden schicken, damit sie es lesen können, denn es ist ja frei von Rechten Dritter laughing

 

5. Weltkongress gegen die Todesstrafe in Madrid

Diese Woche findet der 5. Weltkongress gegen die Todesstrafe in Madrid statt, ein Bericht von ElPais

Ansonsten ist in den Medien dazu bis zu diesem Zeitpunkt nichts zu finden. Immerhin nehmen Teilnehmer aus 100 von 196 Staaten daran teil.

 

Todesstrafe

Blutrausch in Texas

Die Texaner sind eindeutig das tötungswilligste Volk auf dem amerikanischen Kontinent, und gehören mit China und dem Iran der Weltspitze dieses traurigen Kreises Unbelehrbarer an. Informationen sind auf der Homepage des Death Penalty Information Center für die USA in 2011 zu ersehen:

In Texas waren es im Jahr 2011 insgesamt 13 Hinrichtungen, 2010 waren es 17. Im Jahr 2012 wurden 15 Menschen hingerichtet. Es warten in den USA fast 4000 verurteilte Menschen auf ihre Hinrichtung. Seit 1976 (dem Jahr der Wiedereinführung der Todesstrafe) sind über 1300 Menschen hingerichtet worden.

Weitere Informatione sind auf der deutschen Homepage gesammelt worden todesstrafe.de. Diese Homepage scheint aber nicht aktualisiert zu werden und die Angaben differieren beispielsweise für die USA deutlich von denen, der vorgenannten US-Homepage, welche mir richtig erscheinen.

Der Blick auf die Welt lässt einen schaudern. Gerade kürzlich sind 21 Männer in Ägypten verurteilt worden. Der Iran meuchelt unablässig, manchmal publikumswirksam, manchmal im Stillen.

Russland, dass 1997 das sechste Protokoll zur Europäischen Menschenrechtskonvention unterzeichnet hatte, welches die Todesstrafe in Friedenszeiten ausschließt, hat die Todesstrafe noch in den Gesetzen stehen. Das lässt darauf schließen, dass Russland früher oder später auch wieder zur Anwendung der Todesstrafe zurückkehren wird, wenn die Bedingungen es erlauben. Beispielsweise, wenn Russland mit einem anderen Staat im Krieg sein sollte oder es sich über geschlossene Abkommen hinwegsetzt, wie in jüngster Zeit immer häufiger festzustellen.

Und? Was geht das mich an? 

Vielleicht ist das ja nur ein Grund, sich seine Urlaubsziele mal genauer anzusehen oder sich zu fragen, ob man Produkte kaufen möchte, die von Händen gemacht wurden, die zuvor Steine auf Menschen geworfen haben. Steine übrigens, welche nicht so groß sein dürfen, dass sie den Tod sofort bewirken, aber groß genug, dass der Tod nach der Steinigung sicher ist (IRAN).

In der Weltkarte sind die Länder blau dargestellt, in denen keine Todesstrafe existiert. Warum also woanders hinfahren? Übrigens 'braun' sind die Länder dargestellt, die Todesstrafe anwenden.

Mehr dazu

Weltvergleich Todesstrafe

 
 
 
 
 
 
 
 

Deutzer Brücke

Die Deutzer Brücke verbindet die Altstadt von Köln mit der rechtsrheinischen Seite, welche auch Schälsig genannt wird. Mehr Informationen zur Deutzer Brücke findet man hier!

Metropolis

Madrid, Gran Via, Metropolis


"Guten Abend  Madrid! Heute Abend hier zu sein ..." Das ist eine Textstelle einer der Hauptrollen aus einem der schönsten Filme von Petro Almodóvar, "Tacones lejanos" oder auf Deutsch ;-) "High Heels", aus dem Jahr 1991. Solche Filme waren es, die meine Neugier an der Stadt Madrid und dem Leben dort geweckt hatten.

 

Das Foto "Metropolis" ist von mir gemacht und bearbeitet worden. Es enthält die Grundaufnahme sowie das Overlay einer Ebene mit demselben Bild, welches um einige Helligkeitswerte erhöht und mit Transparenz eines festgelegten Farbkanals versehen worden ist. Somit erscheinen die dunklen Bereiche heller und die Lichtbereiche erscheinen nicht überbelichtet.

Da wäre ja grau schon bunt.

Da wäre ja grau schon bunt


Das Bild "Rabenvolk" ist eine Kollage aus mehreren Bildern, die ich alle von meinem Balkon aus gemacht hatte und welche verschiedene Menschen auf der Straße zeigen, wie sie in ihrer farblosen Kleidung durch die Stadt ziehen und eben eine Krähe mit einem ebenso gefärbten Outfit als Gegenüberstellung.

Arbeiten

Die Kategorie "Arbeiten" Arbeiten ist eine Sammlung von solchen Texten, die erarbeitet werden mussten und daher in keine der anderen Kategorien fallen, wie Texte über bestimmte politische Themen, Fotoarbeiten, Zeichnungen oder Bilder.