Sonntag, 2. Juni 2019

Bienchen und Co.

Auf dem Weg zum Forstbotanischen Garten bin ich mit dem Fahrrad an einem Feld vorbeigekommen. Es war groß und sah schon etwas nach "Monsanto-Wüste" aus. Nur waren noch Hecken und Sträucher am Rand der riesigen Ackerfläche übrig geblieben. Beeindruckend waren aber die Bienenhäuschen, die entlang der Wege "gepflanzt" waren. Sie hatten, wie auf dem Bild gezeigt, Schilder um, auf Bienenhausdenen stand dieser Spruch geschrieben, mit einer Beschreibung, für welche weiteren Insektenarten ein solches Häuschen ebenfalls Heim sein kann.
Bienenhaus(Bild: eigen - 02.06.2019)
Dass in Nordrhein-Westfalen die Naturpflege sehr groß geschrieben wird, ist nicht nur an dieser Initiative zu erkennen. Die Versorgung von Bienen in den Städten ist ebenfalls eine Aufgabe, derer sich Menschen hier widmen. Bienenhaus
Feld bei Köln
(Bild: eigen - 02.06.2019)
BienenschwarmNicht lange nach der Entdeckung der Wildbienenwohnungen konnte ich einem Schauspiel folgen, dass sich unmittelbar auf dem Mauritiuskirchplatz ereignet hatte, und zwar dem Ausschwärmen eines Bienenvolkes. Die Bienen haben sich anschließend gesammelt und an einem Fahrradkorb aus Weidengeflecht gehängt. Daraufhin bin ich nach unten zum Ort des Geschehens gegangen und habe mir das Volk mal näher angeschaut. Weil sich niemand anderes darum gekümmert hat, habe ich kurzerhand die Notrufnummer der Feuerwehr 112 angerufen, weil ich dachte, dass die Feuerwehr hier zuständig wäre. War aber nicht so! Es gibt ganz offenbar einen amtlichen Imker, der in solchen Fällen tätig wird. Die 112-Stelle hat diesen dann aber freundlicherweise angerufen und nach einer Stunde war der Imker auch schon da. Der Imker hat dann das ganze Bienenvolk mit einem Handfeger vorsichtig in eine Holzkiste gefegt, so dass die Königin in der Kiste war. Bienenschwarm am Fahrradkorb Dann hat er die Kiste mit einem einschiebbaren Deckel bis auf einen Schlitz verschlossen und an Ort und Stelle stehen lassen. Anschließend hat er mehr als eine Stunde gewartet, dass die restlichen herumfliegenden Bienen in den Kasten gehen. Das haben sie auch zum größten Teil dann gemacht. Danach hat er einen Imkerkollegen Bescheid gesagt, der das neue Bienenvolk dann abgeholt hat. Es ist wohl so, dass ein solches Volk, sollten es Zuchtbienen sein, dann erst einmal unter Quarantäne gestellt werden. Wenn es Wildbienen sind, werden Sie wohl in die Natur gebracht. Meine Mauritiusbienen waren aber wohl keine Wildbienen und bringen nun dem neuen Besitzer gute Einnahmen durch Honig.