Mittwoch, 22. Mai 2019

Kampfstern Schnecken-Galaktika

Alle Jahre wieder...

dasselbe Trauerspiel: Schnecken im Pflanzentopf. Das macht keinen Spaß und Schneckenkorn ist die unausweichliche Folge. In 19 Jahren sind von diesen Schnecken garantiert 1500 € in Form von Pflanzen zerstört worden. Es hat erst einmal gedauert, bis ich herausbekommen habe, dass es Schnecken sind, die hier wüten, und nicht unbeteiligte Käfer oder dergleichen. Sie fressen nicht nur Blätter, sondern verköstigen sich auch an den Wurzeln. Auf diese Weise sind über die Jahre schon ein Rhododendron, eine Rose, ein Buchsbaum, eine Thuja und Vieles mehr kaputt gegangen.

Paprikapflänzchen

Verheerung der Pflänzchen im Töpfchen
besonders oben links bis mittig
(Bild: eigen - 22.05.2019)

Warum auf meinem Balkon eine unbeherrschbare Schneckenplage wütet, stelle ich mir so vor:

Das Haus ist terrassenförmig gebaut und über meiner Wohnung befindet sich ein ungepflegter und verkrauteter Balkon, auf dem die Schnecken gedeihen und über den die Schecken nach unten gespült werden, wenn es zu stark regnet.

Denn Schnecken kriechen nach oben, wenn es regnet, an den Glasscheiben von Fenstern und Türen oder am Mauerwerk. Nach dem Regen kann man ihre Kriechspuren erkennen. Wenn es regnet, dann müssen sie an die Luft und unter den Platten, die auf Kies liegen, hervorkriechen. Sie werden dann vom Wasser über die Balkonkante gespült. Der Balkon oben überflutet nämlich regelmäßig, weil niemand die Abflüsse reinigt. Das Wasser läuft dann die Verkleidung hinunter und tropft auf meinen Balkon, eine widerliche Angelegenheit. Und so kann ich Schneckenkorn streuen, wie ich will, und trotzdem habe ich immer Schnecken.

Meinen jungen Paprikapflänzchen ist es an den Kragen gegangen. Ich war vier Tage nicht da und habe den Topf raus gestellt, damit er beregnet wird, falls es regnet. Das ist auch passiert, aber dann haben die Aliens, die auf meinem Balkon im zweiten Stock wüten, ihnen fast den Garaus gemacht. Ich habe drei Schnecken im Töpfchen  gefunden. 

 

Kannibalen-Schnecken

Kannibalenschnecke bei der neckischen Jagd
(Bild: eigen - 22.05.2019)

Eine dicke, große Kannibalenschnecke war noch dazu so gefräßig, dass sie sich gleich über die Kleine hermachen und sie fressen wollte, als ich sie auf die Fliesen gelegt hatte. Das habe ich dann doch verhindert. Kannibalismus in meinen Räumen, das geht dann doch zu weit. Trotzdem habe ich sie alle eliminiert. Kurz und schmerzlos.

Den Titel habe ich gewählt, weil es früher schon mal ein Angriff auf meine Pflanzen gab, nämlich auf meine Bonsai-Eiche. Die hat es aber überlebt, ohne dass ich eingreifen musste.